51.

DEr Hodscha hatte zwei Töchter; die kamen ihn einmal beide besuchen, und er fragte sie: »Wovon lebt ihr?«

Die eine sagte: »Mein Mann ist Bauer; er hat viel Korn gesät, und wenn es regnet, wird er so viel haben, daß er mich kleiden kann.«

Die andere sagte: »Mein Mann ist Hafner; er hat viele Töpfe gemacht, und wenn kein Regen kommt, so wird er so viel haben, daß er mir Kleider kaufen kann.«

Nun sagte der Hodscha: »Eine von euch wird ja bekommen, was sie wünscht; aber welche, das weiß ich nicht.«

52.

EInes Tages kam der Hodscha nach Siwri-Hissar; es war am Ende des Ramasans und man wartete, daß es Neumond werde, weil dann das Bairamfest beginnen sollte. Er sah eine Menge Leute versammelt, die alle den Mond beobachteten, und da sagte er:

»Was ist denn an dem Monde so bemerkenswert? Bei uns zu Hause ist er so groß wie ein Wagenrad, und es kümmert sich kein Mensch um ihn; hier, wo er so dünn ist wie ein Zahnstocher, versammeln sich alle Leute, um ihn zu betrachten!«

53.

DEr Hodscha kam einmal in eine Stadt und sah dort die großen Röhren einer Wasserleitung. Da fragte er einen Vorübergehenden: »Was ist das?«