Der Hodscha jedoch kehrte stillvergnügt mit Pelz und Maultier heim.

55.

EInes Tages nahm der Hodscha an einem Hochzeitsmahle teil; die Kleider, die er anhatte, waren alt. Niemand kümmerte sich um ihn und es wurde ihm keine Aufmerksamkeit erzeigt. Daraufhin ging er weg und lief nach Hause, um seinen Pelz anzuziehn. Dann kehrte er zurück, und kaum war er bei der Tür angelangt, als man ihn auch schon einlud, einzutreten. »Setz dich, Hodscha-Effendi, wenn es dir beliebt, oben an die Tafel,« sagte man zu ihm und überhäufte ihn mit Ehrenbezeigungen und Aufmerksamkeiten.

Da faßte er die Ärmel seines Pelzes und rief: »Gebt, bitte, meinem Kleide zu essen.«

Die Tischgenossen sahen ihn an und baten ihn, sich zu erklären. Und er sagte: »Mein Kleid ist es, dem die Ehre erwiesen wird; warum soll es nicht auch den Genuß haben?«

56.

ALs der Hodscha einmal eine Stadt betrat, traf er das ganze Volk damit beschäftigt, zu essen und zu trinken. Man bemerkte ihn, begrüßte ihn artig und brachte ihm Speise und Trank. Das Jahr war aber unfruchtbar. Wie nun der Hodscha so aß und trank, fragte er sich, wieso die Lebensmittel an diesem Orte so im Überflusse vorhanden seien. Schließlich bat er darüber um Auskunft.

»Bist du verrückt?« war die Antwort. »Heute ist doch das Bairamfest, wo sich jedermann, je nach seinen Mitteln, mit Mundvorrat versorgt und aufkochen läßt; der Überfluß dauert nur eine kleine Weile.«

Nun rief der Hodscha: »Wollte doch Gott, daß alle Tage Bairam wäre!«

57.