DEr Hodscha sagte eines Tages zu seiner Frau: »Woran erkennst du es, daß ein Mensch tot ist?«

Sie antwortete: »Daß seine Hände und Füße kalt sind.«

Etliche Tage darauf ging der Hodscha ins Gebirge um Holz; unterm Gehn fror ihn an Hand und Fuß. Da schrie er: »Jetzt bin ich tot«; damit legte er sich unter einem Baume nieder.

Es kamen Wölfe, und die begannen seinen Esel zu fressen. Nun sagte der Hodscha: »Das ist freilich eine hübsche Gelegenheit für euch, wenn der Herr des Esels gestorben ist.«

67.

DEr Hodscha fällte einmal Holz in den Bergen, als sich ein Wolf daranmachte, seinen Esel zu zerreißen; und der Hodscha bemerkte das nicht eher, als bis der Wolf seine Beute davonschleppte. Nun rief ihm einer zu, er solle acht geben, was geschehe.

Aber der Hodscha erwiderte: »Wozu schreist du jetzt? Gefressen hat der Wolf, was er wollte; warum soll ich ihn den Berg hinauf abhetzen?«

68.

DEr Hodscha wollte einmal seinen Esel verkaufen und führte ihn auf den Markt; auf dem Wege beschmutzte sich der Esel seinen Schwanz mit Kot. Ohne zu zaudern, schnitt er ihm ihn ab und steckte ihn in den Sack. Als er dann den Esel zum Kaufe ausbot, kam einer und sagte: »Du, dein Esel hat keinen Schwanz, man hat ihn ihm abgeschnitten.«

Der Hodscha antwortete: »Kauf ihn nur ruhig; der Schwanz ist nicht weit.«