Der Richter sagte: »Hodscha, mit dem hat es ein böses Ende genommen; es ist alles aus. Mit einem Wort, er ist tot.«
»Aber Herr,« sagte der Hodscha, »er hat einen dicken Bauch; sieh doch nach, ob er nicht etwa schwanger ist.«
150.
EInes Tages sprach der Hodscha bei sich: »Wieso kommt es denn, daß alle diese Bäume Früchte bringen und ich nicht? Sicherlich würde auch ich, wenn man mich einpflanzte, Früchte tragen.« Er sagte zu einigen Bauern: »Steckt mich in die Erde.« Und er zwang sie, ihm zu gehorchen.
Sie führten also den Hodscha an eine feuchte Stelle und steckten ihn mit den Füßen in die Erde. Als dann die Bauern gegangen waren, hielt sich der Hodscha dort eine Weile; bald aber begann ihn zu frieren und er sagte: »Das gefällt mir nicht.« Er strengte sich also an, sich loszumachen, und mit schwerer Mühe gelang es ihm. Er kam ins Dorf, und die Bauern sagten: »Wie schnell du Frucht getragen hast, Hodscha! Aber wo ist die Frucht?«
»Gewachsen ist sie ja schnell,« antwortete der Hodscha, »aber sie hat so viel Frost gelitten, daß sie abgefallen ist.«
151.
EInes Tages stieg der Hodscha im Gebirge auf einen Baum. Während er die Äste abhackte, sah er nach allen Seiten herum, und da bemerkte er mehrere Züge Kamele, die auf ihn zukamen. Alsbald rief er die Kameltreiber von oben an: »Haltet, ich bitte euch; ich muß mit euch sprechen.«
Die Kameltreiber hielten und er stieg vom Baume und wandte sich zu ihnen: »Ich ersuche euch inständigst, ganz langsam vorbeizuziehn.«
»Wozu sagst du das? Was ist dein Grund?«