Und der Hodscha antwortete: »Mir ist nichts andres übrig geblieben; der Mensch kommt nicht, und ich habe dringend zu tun. Wann er wiederkommt, so laß dir den Pul von ihm geben und behalte ihn für dich.«
Mit diesen Worten ging der Hodscha in aller Unbefangenheit hinweg.
173.
ZU der Zeit, wo der Hodscha Kadi war, kamen eines Tages ein Mann und eine Frau vor Gericht, und die Frau sagte: »Effendi, dieser Mann ist ein Teufel; er hat mich genommen und geküßt. Ich will mein Recht haben, mein unverbrüchliches Recht.«
Der Hodscha sagte: »Na, was werden wir denn da tun? Ein Kuß von dir wird den andern ausgleichen.«
174.
EInes Tages schnitt der Hodscha im Gebirge Holz, und während er damit beschäftigt war, fraßen ihm die Wölfe seinen Esel. Als er nun ganz bekümmert ins Dorf zurückging, sah er einige Bauernkinder, die spielten; und er fragte sie: »Sagt, Kinder, spricht man im Dorfe davon, daß der Esel des Hodschas im Gebirge von Wölfen gefressen worden ist?«
»Nein,« sagten die Kinder, »das sagt man nicht.«
Und der Hodscha sagte: »O gäbe doch der Allmächtige, daß euere Worte wahr seien, daß euere Rede richtig sei!«
175.