182.

EInes Tages fiel sein Sohn in einen Brunnen, und die Leute kamen es dem Hodscha melden. Unverzüglich lief er zu dem Brunnen und rief hinunter: »Sohn, bist du unten?«

»Liebster Vater,« antwortete unten der Sohn, »bring mir Sukkurs, damit du mir hilfst, herauszukommen.«

»Es ist ganz überflüssig,« erwiderte der Hod scha, »daß ich erst Sukkurs hole; ich werde einfach nach Hause gehn um eine Leiter, und so werde ich dich schon herausbringen92

183.

EInmal kam der Hodscha nach Malatije. Als er dort durch die Straßen ging, sah er einen kleinen Knaben mit einem Dukaten spielen, den er gefunden hatte; da sagte er zu dem Knaben: »Komm, mein Sohn, ich gebe dir einen Asper; du gibst mir dafür das Stück Kupfer.«

Der Knabe antwortete: »Ich weiß, was ein Asper ist; brälle einmal wie ein Esel, und ich gebe dir das Kupferstück.«

Von seiner Habgier gestachelt, begann der Hodscha zu brällen. Als er aber innehielt, sagte der Knabe: »Aber Freund, wenn ein Esel wie du weiß, was ein Dukaten wert ist, warum sollte es denn ein Knabe wie ich nicht wissen?«

184.

EInmal verließ der Hodscha sein Haus und begann auf der Straße etwas zu suchen. Seine Frau sah das und fragte ihn: »Was suchst du, Hodscha?«