Er antwortete: »Ich habe meinen Ring verloren; jetzt suche ich ihn.«

Sie fragte weiter: »Wo hast du ihn denn verloren?«

Der Hodscha antwortete: »Drinnen im Hause habe ich ihn fallen lassen.«

»Ja, warum suchst du dann heraußen?«

»Drinnen ists finster und heraußen licht. Wollte nur Gott, daß ich ihn schon wieder gefunden hätte!«

185.

DEr Hodscha sah eines Tages eine Anzahl Bauern herankommen; da streckte er sich lang auf der Erde aus und blieb unbeweglich. So lag er noch, als einer von den Bauern hinkam; der, der ihn für tot hielt, ging zu seinen Gesellen zurück und sagte zu ihnen: »Der arme Hodscha ist gestorben; wir müssen unter uns für sein Begräbnis sammeln.«

Sie besteuerten einander und brachten fünfhundert Asper zusammen. Als sie dann alle um den Hodscha standen, sagten sie: »Um ein Leichentuch zu kaufen, sind hundert Asper genug; wer will es denn übernehmen, die vierhundert, die noch übrig bleiben, zu ihm nach Hause zu tragen?«

Alsbald hob der Hodscha den Kopf und rief: »Gebt nur die vierhundert Asper her: ich will sie mit Vergnügen nach Hause tragen; so viel habe ich ja in meinem ganzen Leben nicht in der Hand, geschweige denn im Besitze gehabt.«

186.