„O, furchtbar gern!“

„Ich auch!“ und „Ich auch!“ riefen da noch mehrere Stimmen.

„Ich höre am liebsten Indianergeschichten“, erklärte Otto, und Anna stimmte ihm bei; die Zwillinge fanden Seeabenteuer viel interessanter; Rudi und Toni entschieden sich für Märchen.

„Übrigens“, schlug Kurt vor, „da morgen Sonntag ist, könnten wir gleich einen Spaziergang verabreden.“

„Natürlich!“ rief Paul voll Eifer. „Wir führen die Tante über den Hennenberg nach Horbach, von da auf den Blauberg, und ...“

„Warum nicht gleich auf den Chimborasso oder ins Himalajagebirge?“ unterbrach Mariechen lachend. „Morgen wird Tante Toni noch etwas reisemüde sein und sich gerne mit einem kleineren Spaziergang begnügen. Ich schlage das Tempelchen vor; der Weg dahin ist schön und nicht zu steil, und von dort hat man einen herrlichen Blick auf unser Städtchen und in die Berge, und dann ...“

„Und dann kann man da oben auch sehr gut ‚Räuber und Gendarm‘ spielen!“ fiel Rudi ein. „O, ich kenne dort ein paar ausgezeichnete Verstecke!“

„Ach, das Tempelchen – das ist schrecklich langweilig“, erklärte Otto Mehring mit wegwerfender Miene. „Da ist man schon so oft gewesen! Dahin geh' ich mal nicht mit!“

„Ei, so bleib' du nur daheim, wir können's schon ohne dich aushalten!“ entgegnete Paul ein wenig grob. Aber Tante Toni sah ganz betrübt aus, als sie sagte:

„O, mir würde es aber sehr leid tun, wenn du nicht mitgingest, lieber Otto.“