„Ja, Anna, du kannst auch gut laufen“, und Tonichen stieß einen kleinen Seufzer aus.

„Anna hätte eigentlich ein Bub sein sollen“, behauptete Philipp.

„Ja, und du ein Mädchen, gelt, Philippinchen?“ neckte Kurt.

Philipp errötete und rief heftig abwehrend aus: „Gott behüte! Nicht um die Welt möcht' ich ein Mädchen sein!“

„Siehst du nun, Philipp! Und du behauptest doch so oft, wir Mädchen hätten es besser als die Buben.“

„Das habt ihr auch; wenigstens bequemer.“

„Ei, Philipp“, mischte sich Tante Toni ein, „findest du zum Beispiel, daß deine Mutter es so bequem hat? Sie ist des Morgens die erste auf und des Abends die letzte, die sich zur Ruhe begibt, und unter Tags habe ich dich schon öfter auf dem Sofa gesehen als deine Mama.“

„Ja, die Mama, das ist auch etwas ganz anderes!“

„Nun, und Tante Maria Wulff? – Und noch recht viele könnte ich dir nennen, welche ...“

„Ja, Tante, das sind auch keine Mädchen mehr; ich spreche ja nur von den Mädchen.“