Andere Bauteile finden wir in jüngeren Bauwerken vermauert; so höchst stattliche Türpfeiler in der berühmten, in gegenwärtiger Gestalt aber den Arabern angehörigen Wasserkunst im alten Alcazar (El Conventual [[Abb. 107], Tafel XXX]).
Wieviel einst aber da vorhanden gewesen sein mag, ist kaum mehr zu ahnen. Die arabischen Eroberer plünderten und verschleppten die kostbareren Teile der Bauwerke über weite Gegenden; ihre Schriftsteller erzählen Wunderdinge von der Marmorpracht und anderen Herrlichkeiten, die sie vorfanden.
Es wird vor allem gerühmt die große Hauptkirche, Sta. Maria (Sta. Hierosolyma genannt), wegen ihrer Größe und Pracht, der Ort vieler Konzilien; außerdem die Basilika St. Eulalia (in romanischer Zeit wieder aufgebaut); ein großes Baptisterium bei J. Joh. Baptista, zahlreiche andere Kirchen, Klöster, Hospize, Krankenhäuser, Schulen.
XXX
Abb. 107. Merida. Westgotische Pfeiler im Conventual.
(Phot. J. Laurent y Cie., Madrid.)
Abb. 109. Toledo. S. Cristo de la Luz.
(Phot. J. Laurent y Cie., Madrid.)
Schon im 6. Jahrhundert errichtete Erzbischof Fidel an Stelle seiner eingestürzten Residenz eine neue prächtige, die wundervoll ausgestattet als bischöfliches Atrium mit seinen drei reichen Säulenhallen besonders gepriesen wird (Paul Diaconus), ausgestattet mit Marmor, Mosaik und sonst kostbaren Materialien. Ein zweites herzogliches Atrium wird ebenfalls erwähnt.
Sevilla