„Pfui Deubel, Anna, du hast ja grüne Strümpfe an!“ sagte er und hatte ihre Ferse im Schuhabsatz gelockert, schob nun den Schuh im Takt auf und ab und summte dazu alles vergessend: „Stiebelrin, stiebelraus, stiebelrin, stiebelraus!“ Überdem kam ihm ein Einfall, derart kühn, daß er augenblicks an die Ausführung ging, um nicht andern Sinnes zu werden. Er ließ den Fuß mit einer Hand los, faßte in die Brusttasche, nahm ein Päckchen Papiere heraus, legte sie ins Gras, suchte aus den Gedichten eines heraus, faltete es klein zusammen, zog leise ihren Hacken aus dem Schuh, schob das Papier hinein und den Schuh wieder fest. Gottlob, das war getan, nun konnten die Folgen eintreten!
Mit einem Ruck hatte sie den Fuß unter sich gezogen und mit der rechten Hand danach gefaßt. Er erwischte sie jedoch und hielt sie fest.
„Georg, was hast du da gemacht?“ herrschte sie ihn an.
„Gar nichts!“
„Laß gleich meine Hand los!“
„Gott bewahre!“
„Ich will wissen, was du da gemacht hast!“
„Keine Idee!“
„Wirst du jetzt loslassen?“
„Ich hab Zeit!“