„Halt!“ gebot Montfort, „da haben wir schon eine Menge. Und vorher also war der Maskenzug?“

„Ja, und nun fällt mir auch ein, daß ich ihn für den Maskenzug im Grünen Heinrich hielt, wenn das von Wichtigkeit —“

„Im Grünen Heinrich?“ Josef blickte nachdenklich seine Freundin an. „Da kommt freilich kein gläserner Sarg vor, aber — Sie erinnern sich wohl —“

Georg unterbrach ihn, um zu sagen, daß er sich erinnere, in jenen Tagen wieder im Grünen Heinrich geblättert zu haben; zudem wurde es ihm klar, daß Bogner ja nach der Windmühle gerannt war, also die Anna gar nicht liegen gesehn hatte.

„Kein gläserner,“ fuhr Josef fort, „aber einer mit einer kleinen Glasplatte über dem Gesicht der Toten. Es ist der, in dem die tote Anna ...“

„Anna?“ rief Georg erschrocken.

„Ja, was ist?“

„Nun,“ versetzte Georg, „Sie kennen Fräulein Chalybäus nur unter dem Namen Magda, aber ich nenne sie Anna, seit unserer Kindheit schon. Und —“ fügte er hastig hinzu, jetzt überzeugt, es sagen zu dürfen, „am Abend vor dem Traum hatte ich sie an der Erde liegen sehn. Sie erinnern sich, Bogner, nachdem sie auf den al Manach geschossen hatte, wurde sie ohnmächtig.“ Eilfertig, weiterzukommen, in eigenartiger Beklommenheit, gab er Montfort noch ein paar Erklärungen über al Manach und das andre.

„Nun einmal zu Ihrem: Er hats schuld!“ fuhr Josef fort. „Worte im Traum, bestimmte, deren man sich erinnert, gehen — das ist ein andrer Grundsatz der Deutung — immer auf bestimmte Worte aus dem Leben des Träumenden zurück. Können Sie sich — —?“

Georg versuchte, sich zu erinnern, doch gelang es ihm nicht; statt dessen sah er, Bogner gegenüber gewahrend, ihn in seinem Helenenruher Zimmer am Tisch sitzen. Es war ein Gewitter — richtig, er stritt sich mit Bogner, er sah ihn auf einmal seinen Bleistift in der Blechhülse hin und her schieben, und —