Ich ging am Strande des Ozeans, da sah ich das Meerweib von fern. Sie stand, nahe von ihr war ein Felsenbogen, ein gewaltiger Grotteneingang, und sie stand, als habe sie beim Auftauchen aus der dunklen See eine Glocke von Gewässer mit hochgenommen, die wölbte sich nun als schwarzes Kleid um ihre untere Hälfte, um die obre hing Wellenschaum als weißes, dreieckiges Tuch mit langen, fließenden Fransen. So stand sie, die Hand am Kinn, in der anderen den Ellenbogen, sinnend, aber sie sang, ich hörte ihre Stimme:

Einsamkeit — —

Einsamkeit, du schöner Born

Stillgewordner Seelenklagen!

Rausche durch das Muschelhorn

Tönend in den langen Tagen.

Wenn der Gott das Horn ergriff,

Rollt der Donner an den Küsten,

Und es dröhnt des Gottes Schiff,

Und es tönt — —