Durch die Stille fremd und ungewohnt ...

Kleines Schwesterlein, es ging so bald ...

Ach, wie kam es, Süße, Traute, sage,

Daß so früh sein Stimmlein ist verhallt?

Und wie kommt es, daß ich um es klage,

Da es doch — o Armut meiner Tage! —

Niemals Odem hatte und Gestalt.“

Sie strich leise mit der Hand über seine Stirn. „Nun haben wir uns ja doch gefunden ...“ sagte sie mit ihrer tiefen Stimme.

„Und denken, wie es hätte gewesen sein können ...“

„Ich war so sehr allein“, sagte sie ganz wenig klagend. „Meine Mutter ließ mich so herumlaufen, das war nicht bös gemeint, im Gegenteil, sie sagte es mir auch später, ich hätte vor allem Freiheit haben sollen, und sie war doch damals schon eine alte Frau ...“