Wir schauen und vergessen, was wir sind.

Die Dinge schweben her und gehn hinunter,

Wahllos hinunter nach dem einen Tod.

Und wir, ach Schwester, schwanken selbst darunter,

Unwissend Lächelnde ins Abendrot.“

Benno, steif sitzend, schwieg und sah vor sich nieder. „Das ist recht schön, Georg“, meinte er dann. „Aber — besonders finde ich es nun eben nicht.“

„Es soll ja auch gar nicht —“

„Weißt du, ich liebe das eigentlich gar nicht. Das sind solche — Feststellungen. Die Welt ist so oder so, trübe, unbegreiflich — —, das ist alles solcher Hofmannsthal. ‚Was frommt es, alles dies gesehen haben?‘ Nicht wahr? Das ist ja auch gar nicht deine wirkliche Meinung! Oder doch?“

„Vielleicht nicht eben länger, als ich daran schreibe. Nun lassen wir das, mir liegt daran nichts, ich bin ja kein Dichter und habe also höchstens die Erlaubnis, zu sagen, was ich leide.“

„Aber — —, ja, Georg, ist denn das nicht die einzige Aufgabe des Dichters?“