Und mit Recht. Sie war eine tüchtige und brave Frau, wie man's zu ihrer Zeit ausdrückte: ein „frommes Weib“, eine echte deutsche Hausfrau. Sie hatte den Mut, Martinus Luther, „den kühnen Held“, zu ihrem Ehegemahl zu erwählen, sie hat es gewagt, mit dem Geistesgewaltigen, dem kaiserbürtigen Regenten der Kirche[646] zu leben, ihm zu genügen, ihn zu befriedigen. Und sie hat geleistet, was sie unternommen. Der große Doktor hat sie geachtet, hat sie geliebt und gelobt. „Das aber ist das wahre Lob, gelobt zu werden von gelobten Männern.“
[Illustration: Katharinas Handschrift und Siegel.][660]
Belege und Bemerkungen
Abkürzungen
Anton, D.M.L. Zeitverkürzungen. L. 1804.
W. Beste, Die Geschichte Katharinas von Bora, nach den Quellen bearb. Halle 1843.
Br. s.u.
G. Buchwald, Zur Wittenb. Stadt- u. Univers.-Gesch. L. 1893.
C.A.H. Burkhardt, Dr. M.L. Briefwechsel. L. 1866.
Consilia Theol. Witteb. Fr. 1664.