Seidemann, Erläuterungen zur Ref.-Gesch. Dr. 1844.
Seidemann, Beiträge zur Ref.-Gesch. Dr. 1846-48.
Stier, Denkwürdigkeiten Wittenbergs. Dessau u. L.
T.-R. = Förstemann-Bindseil, D.M.L. Tischreden. 4 Bde. Berlin 1844-48.
Urkb. = Urkundenbuch von Grimma und Nimbschen. Herausgegeben von L.
Schmidt in Cod. dipl. Sax. reg. II. 15. Bd. L. 1898.
W. = Walch, Wahrh. Gesch. der sel. Frau Katharina v.B. Halle 1752.
NB. Ohne Namen u. Titel oder mit Br. citiert sind De Wette und Seidemann, Dr. M. Luthers Briefe. 6 Bde. 1825-56.
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1. Katharinas Herkunft und Familie.
[1] Die Herkunft und Heimat Katharinas ist noch lange streitig und wird sich nicht so leicht feststellen lassen, selbst wenn neue Urkunden aufgefunden werden; hauptsächlich ist die weite Verzweigung der Familie und die Unsicherheit der Elternnamen Katharinas daran schuld. Der Stammbaum Katharinas von Bora ist am eingehendsten verfolgt worden von dem jetzt verstorbenen Georg von Hirschfeld: „Beziehungen Luthers und seiner Gemahlin zur Familie Hirschfeld“ in Beiträge zur Sächs. K.-Gesch. II, 86-141 (bezw. 309). Dies geschah auf Grund einer älteren Chronik (vgl. Hofmann 63) von Philipp von Hirschfeld († 1748). Sodann von Ernst Wezel († 1898) zuerst in der „Wissensch. Beilage der Leipz. Leitung“ 1883 Nr. 71, dann in der Festschrift zur 100jährigen Jubelfeier des K. Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums in Berlin. „Das Adelsgeschlecht derer von Bora“, A.W. Hagens Erben 1897, mit Auszügen aus zahlreichen Urkunden (vgl. Br. VI, 647 f. 705), eine Schrift, welche noch vervollständigt herausgegeben werden soll.