„Wir haben keinen König außer Herodes,“ antwortete man ihnen, „und wir kennen keinen andern König außer Herodes und seinem Sohn Archelaos.“

Aber nicht nach Archelaos, dem Sohne des Herodes, nicht nach dem König Herodes fragten die weisen Könige, sondern nach Christus, dem Könige, der alle Könige besiegen und alle Reiche der Erde erobern würde, nach Christus, dem Könige, dem Weltheiland, fragten die weisen Könige und Zauberer.

Dicht hinter ihnen, wie sie selbst dem Sterne nachgegangen waren, gingen Kinder, Pilger und Narren. Und wenn die Könige nach Christus, dem Weltheiland, fragten, dann erstarrten jene in banger Erwartung.

Aber es ward ihnen keine Antwort.

Von Gasse zu Gasse, von Haus zu Haus, von Mund zu Mund ging die Kunde von den lappländischen Königen und Zauberern und von dem Stern, der sie geführt hatte, und von der Geburt des Königs Christus, — des Königs, der alle Könige überwinden würde. Und am Abend drang die Nachricht auch über die hohen, unübersteigbaren Mauern des Königspalastes.

Und das Gemüt des Königs Herodes ward verwirrt.

Herodes ließ die fremden Könige zu sich rufen.

Man brachte die fremden Könige vor Herodes.

Herodes kam ihnen entgegen.

Als sie den Herodes erblickten, fragten die Zauberer den König, wie sie an dem Tage alle Leute gefragt hatten, nach dem neugeborenen König.