Und das Pferdchen lief die Straße ins Zigeunerland hinab, die der Engel dem Joseph gewiesen hatte, die Straße nach Ägypten.
Der Stern schwebte ganz niedrig vor ihnen her und beleuchtete dem Christkinde den weiten Weg nach Ägyptenland.
Die Engel sangen:
„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!“
Und der ganze Himmel war in wirbelnder Bewegung.
Die Zauberer aber zogen mit Sturmeseile durch Feuer und Rauch, durch Wälder und Sümpfe und Ströme, an der Königsstadt vorbei, vorbei an dem König Herodes, zu dem Eismeer, dem Ozean, in ihr Lappland, in das kalte, finstre Land der Zauberer.
Und dort, in ihrem öden Zauberland, malten sie den Stern Christi auf ihr geheimnisvolles, zauberhaftes Tamburin, und dann stiegen sie mit den blauen Eiszacken empor und schwammen über das Eismeer, über den Ozean, leise und still von der Erde zum ewigen Leben, zur ewigen Ruhe hinüber. — — —
Wilde Aufregung herrschte in Jerusalem, in der großen Königsstadt.
Nachdem er die Zauberer entlassen hatte, stellte Herodes sich ans Fenster und schaute auf die Straße hinaus, blickte dem Leuchten der goldenen Kronen der lappländischen Könige nach. Wie Sterne strahlten sie in der Abenddämmerung auf der Straße nach Bethlehem.
Und der König zitterte am ganzen Leibe.