Einmal sagte Mama zu Sascha:

„Weißt du, Sascha, ich habe Maka gesehn.“

Da drohte Sascha mit dem Finger, kletterte der Mutter auf den Schoß und flüsterte ihr ganz leise ins Ohr:

„Still du, Mama, das darf man nicht laut sagen.“

„Warum denn nicht?“

„Man darf nicht,“ wiederholte Sascha nun ganz streng und furchte die Stirn.

„Weißt du denn, wie deine Maka aussieht?“

„Sprich nicht so laut, Mama, sag es niemandem,“ flüsterte Sascha. „Maka ist ein ganz altes zahnloses Fräulein. Immer bittet sie um Zigaretten, und kann doch gar nicht rauchen, denn Maka hat keinen Mund, sondern bloß zwei Zungen.“

Und wie sie so von ihrer geliebten geheimnisvollen Maka erzählte, lächelte Sascha, und der dunkle Leberfleck auf der Oberlippe ließ dieses Lächeln unbeschreiblich süß erscheinen.

Die Krawatte