Der Türke konnte sich nicht mehr beherrschen und fing laut zu lachen an.
„Ein Türke! Ein Türke!“ rief Rosa erfreut, wie Kinder sich freuen, wenn sie einen Spielgefährten endlich in seinem gar nicht mal besonders schlau gewählten Versteck aufgestöbert haben, und immer wiederholte sie mit gutmütigem Lachen, wie die Kameraden, wenn sie den Abdul Achad irgendwo trafen, wo sie ihn am allerwenigsten erwartet hatten: „Ein Türke! Ein Türke!“
Rosa hatte nur noch das Korsett abzunehmen.
Der Türke schwatzte allerlei tolles Zeug, behauptete, er sei kein Türke, sondern ein ganz richtiger Kannibale und er werde sie gleich mit Haut und Haar auffressen, und dabei lachte er so, daß er ganz außer Atem kam.
Aus Rosas Korsett fiel plötzlich etwas auf den Boden. Der
Türke bemerkte es. Aber Rosa bückte sich in größter Hast und verbarg den Gegenstand in ihrer hohlen Hand.
Was mochte das sein? Und warum wurde sie so rot?
„Was ist das?“
„Nein, nein, das dürfen Sie nicht . . .“ Rosa trat zurück.
„Warum nicht?“ widersprach der Türke, umarmte Rosa und setzte sie auf seinen Schoß. „Sag mir doch, was es ist!“