Finale

Wehe! Ich war verendet. Von Früchten und Blumen umgeben, zwischen Äpfeln, Aprikosen, Pfirsichen, Quitten, Zitronen, Birnen und Apfelsinen lag ich entseelt in der Speisekammer und harrte meines letzten Schicksals.

Der König des Landes, in dem mir diese unangenehme Geschichte passiert war, der Enkel des glorreichen Sultans, König Avenir-Indej, hatte dem, dem die Zunge juckt und der Unsinn redet, zur Strafe befohlen, die tote Ratte, das heißt mich, zu fressen.

Man hatte auf einem Maskenball einen Possenreißer aufgegriffen und zu mir in die Kammer geschickt. Er trat lächelnd vor mich hin, berührte mich mit der Spitze seines Schuhs und sagte . . .

Was er mir aber sagte und wie die ganze Geschichte endete: ob er mich tatsächlich fraß oder nur vom Obst naschte, kann ich in meinem Hühnergedächtnis unmöglich rekonstruieren. Und wenn Sie mich auch morden — ich weiß gar nichts mehr, was ich gütigst zu entschuldigen bitte.

Die Tür

Sie sagte mir:

»Diese Tür haben wir mitgenommen, weil man sie doch nicht im alten Haus zurücklassen konnte. Du weißt, wie teuer sie uns ist.«

Ich machte die Tür leise auf und ging in mein Zimmer. Die alte gußeiserne Tür, die sich vor mir auf unsichtbaren Angeln lautlos aufgetan hatte, schloß sich hinter mir ebenso lautlos und fest. Ich ergriff die Klinke und rüttelte mit aller Kraft, die Tür rührte sich aber nicht. Und ich begann zu klopfen, mit den Fäusten zu hämmern und zu schreien. Schließlich fiel ich ohnmächtig vor der Schwelle hin und hörte nur hinter der alten gußeisernen Tür ihr Herz pochen.

Im Boot