»Armes Kind!« jammerte die Köchin Fjokluschka.
»Mich haben alle Kinder lieb!« lachte Klawdija Gurjanowna mit ihrer tiefen Stimme.
›Ich muß mich irgendwie auszeichnen, anders geht es nicht‹, dachte sich Atja. ›Ich muß Indien oder das Weiße Meer erobern. Dann gebe ich ihr ein Zeichen, sie wird alles erfahren und sich offenbaren . . .
O meine Prinzessin!‹
3
Die Hoffnung, den nächsten Sommer in Kljutschi zu verbringen, fiel ins Wasser. Der Doktor sagte: wenn Atja das zweite Jahr in derselben Klasse sitzenbleibe, so sei an Kljutschi gar nicht zu denken; dann blieben alle den ganzen Sommer in Petersburg. Das Frühjahr brach aber schon an, das letzte Semester ging zu Ende, und Atjas Schicksal mußte sich bald entscheiden; und es war klar, daß es sich nicht zu seinen Gunsten entscheiden werde.
Während der Schönschreibstunde spielten Charpik und Atja das ›Federnspiel‹: die Schreibfeder wird mit dem Finger emporgeschnellt, und je nachdem sie mit dem Rücken oder mit der Wölbung nach oben zu liegen kommt, hat man sie gewonnen oder verloren. Als Charpik wieder einmal eine Feder verlor, gab er das Spiel auf und sagte:
»Willst du mit mir nach Amerika durchbrennen?«
»Ja«, antwortete Atja.
»Romaschka kommt auch mit.«