Als die letzte Stunde vorüber war und Atja mit heller Stimme das Schlußgebet vorgesprochen hatte, warf Charpik alle seine Lehrbücher unter die Bank und rannte nach Hause.

Charpiks Eltern waren nicht zu Hause: der Vater war auf dem Gericht und die Mutter in der Stadt; nur die Köchin Wassilissa war allein da.

»Wassilissa, gib mir bitte drei Rubel«, bat Charpik.

Wassilissa besaß aber eine solche Summe nicht. Charpik stand noch eine Weile in der Küche herum und ging dann ins Arbeitszimmer seines Vaters. Er brauchte nicht lange zu suchen: unter einer alten Aktentasche lag etwas Kleingeld. Charpik zählte nach: es waren genau drei Rubel. Dieses Glück!

»Leb wohl, Wassilissa, wir werden uns nie mehr wiedersehen«, sagte Charpik, an der Schwelle stehen bleibend.

»Wo fährst du denn hin?« fragte Wassilissa interessiert.

Der Abschied von Wassilissa stimmte Charpik plötzlich sehr traurig; er war schon im Begriff, das Geheimnis auszuplaudern, beherrschte sich aber noch zur rechten Zeit.

»Auf den Nikolajewer Bahnhof. Leb wohl!«

Atja und Romaschka trieben sich indessen auf dem Finnländischen Bahnhof umher; viele Züge waren schon abgegangen, als Charpik endlich erschien. Ohne lange Geschichten zu machen, kauften sie sich Fahrkarten nach Terioki, stiegen in den Zug und — leb wohl, Gymnasium, lebe wohl, Rußland! Sie reisten nach Amerika, geradeswegs auf die unbewohnte Insel der Mymra.

Unterwegs war es sehr lustig. Sie sangen die Marseillaise und rauchten. Die Landschaft, die sie aus den Kupeefenstern sahen, erschien ihnen als Amerika, und alle Fahrgäste als Detektive und Sherlock Holmes.