Vor der Grenzstation Kuokkala holte Atja aus seiner Hosentasche den Paß der Köchin Fjokluschka hervor und zeigte ihn stolz den Freunden.
»Jetzt können wir auch zum Teufel fahren: der Paß ist echt«, äußerte sich Charpik anerkennend.
»Jeder Detektiv fällt darauf herein«, bestätigte Romaschka.
So kamen sie glücklich in Terioki an.
Sie stiegen aus und begaben sich nach den Sommerhäusern, die um diese Jahreszeit noch leer standen. Hier trieben sie sich bis zum späten Abend herum und taten alles, was ihnen nur einfiel. Sie kletterten über die Dächer, die Treppen und Bäume; Romaschka machte den Vorschlag, ein Bad zu nehmen, das scheiterte aber daran, daß sie zu faul waren, sich auszuziehen.
Allmählich wurde es kalt, und die drei
Freunde verspürten auch Hunger: sie hatten ja nichts zu Mittag gegessen. Also kehrten sie auf den Bahnhof zurück und kauften sich ein großes süß-saures Brot, das sie im Nu verzehrten. Nun mußten sie auch an ein Nachtquartier denken. Es war zu kalt, um auf dem Geleise zu nächtigen, außerdem schneite es. Auf dem Bahnhof konnten sie nicht bleiben, da er für die Nacht geschlossen wurde. Sie überlegten lange hin und her und entschlossen sich, den Stationsdiener zu bitten, in seinem Häuschen übernachten zu dürfen.
Der Stationsdiener war freundlich und ließ sich leicht überreden. Doch ehe er sie zu sich hereinließ, mußten sie den Bahnhof aufräumen und die Geleise kehren.
Sie räumten den Bahnhof auf und kehrten die Geleise; nachher schliefen sie aber so fest, wie sie in ihrem Leben noch niemals geschlafen hatten. Sie sahen im Traume allerlei Süßigkeiten: ganze Schachteln voll Schokolade, Fruchtpasten und gewöhnliche Bonbons: iß, soviel du willst!
Hätte sie der Stationsdiener nicht geweckt, so hätten sie am Ende auch den Tag über durchgeschlafen. »Steht auf, ihr Sünder!« Sie gingen wieder auf den Bahnhof kauften sich für das letzte Geld ein neues süßsaures Brot, stärkten sich etwas und waren schon im Begriff, sich wie gestern zu den Sommerhäusern zu begeben, als plötzlich in der Tür ein Gendarm erschien.