Verwandte und Bekannte, Nachbarn und Leute aus der Stadt kommen sehr oft und sehr gern nach Krutowrag. Sie kommen nicht einzeln und nicht in Paaren, sondern mit der ganzen Familie, wie in Großvaters Tagen.

Selbst in Zeiten, wo alle miteinander verzankt waren, verstanden es die Wersenews, sich mit allen gut zu vertragen. Sie freuten sich über jeden Gast.

Gar lustig ging es in Krutowrag zu!

Warum sollte es dort auch nicht lustig zugehen! Die Nacht mit ihren Schmerzen währte ja nicht ewig; es gab ja auch einen Tag! Und was hatte auch schließlich so eine Wersenewsche Nacht mit all ihren dummen Ängsten zu bedeuten?

Jelisaweta Nikolajewna verstand es meisterhaft, ihren Gästen Unterhaltungen und Zerstreuungen zu bieten. Sie war die Anstifterin aller lustigen Streiche und ließ auch ihren Kindern darin volle Freiheit.

Gorik und Buba hatten viele Altersgenossen. Man veranstaltete Liebhabervorstellungen und lebende Bilder, man spielte Scharaden; immer gab es Feuerwerk, Picknicks, Ausflüge zu Wagen und zu Pferde und Bootfahrten.

Wie sollte man sich da fürchten: es war ja zu lustig!

Nur eines fehlte ihnen: ein Aeroplan. Die Wersenews träumten von einem Aeroplan mit der gleichen Sehnsucht, mit der die Gymnasiasten der guten alten Zeit von Amerika träumten. Hätten sie aber wirklich solch einen Aeroplan bekommen, so wäre es wohl um sie geschehen: sie wären dann in solche Höhen, in solche Wolkenmeere emporgeflogen, daß ihnen nur das eine übriggeblieben wäre: ein Ende mit Schrecken!

Sie betrieben alle Zerstreuungen und Belustigungen mit viel zuviel Eifer und Leidenschaft; die Spiele erschienen als wichtige und bedeutsame

Angelegenheiten, ohne die man gar nicht leben könnte, ohne die nur das eine übrigblieb: ein Ende mit Schrecken!