Ein einziges Mal kam der Krämer Charin zum Tee.
Wersenew freute sich in seiner Einsamkeit auch über diesen Gast.
Charin saß in dem niedern länglichen Eßzimmer sehr lange am Teetisch. Er sprach von furchtbar gleichgültigen Dingen und blieb, obwohl er sich zum tausendsten Male das Versprechen gegeben hatte, von seiner gefährlichen Angewohnheit zu lassen, immer wieder in seinem ›gewissermaßen‹ stecken, während Sergej Sergejewitsch den bestürzten Gast anstarrte, ab und zu mit der Hand winkte und seine Gedanken in dem Wort ›Teufel‹ zusammenfaßte.
»Die Gewohnheit ist gewissermaßen die zweite Natur!« stammelte Charin. Er war ganz rot geworden, in Schweiß gebadet und so aufgeregt, daß er kaum die Tür finden konnte.
Nur der Geistliche P. Astriosow, der noch immer hoffte, das ›eiserne Bindeglied‹ zwischen den Ereignissen zu konstruieren, kam noch öfters zu Wersenew.
P. Astriosow, der von Natur aus schüchtern war, verlor, sobald er mit Sergej Sergejewitsch unter vier Augen war, jeden Mut. Er rauchte eine der berühmten Zigarren, an denen er allmählich Geschmack gefunden hatte, und parierte den Wersenewschen ›Teufel‹ mit seinem ›Bindeglied‹, das ihm wirksamer als das Zeichen des Kreuzes schien.
»Ja, ja, ein Bindeglied«, sprach P. Astriosow,
indem er die Asche von der Zigarre schüttelte; er tat es, ganz gleich, ob es nötig war oder nicht und ob er eine Zigarre mit mexikanischem oder mit brasilianischem Deckblatt in der Hand hatte.
Wersenew freute sich in seiner Einsamkeit auch über den Geistlichen.
Sonst war er aber tagelang allein.