383. Stumme, Tunis, I, S. 78 ff. und II, S. 131 ff.; Fourberies, Nr. 55 = unten Nr. 415; Pitrè, IV, S. 444 (Giufà). Siehe weiter Nr. 347 und Nr. 430.
Das Motiv von dem Regen eßbarer Dinge, der einer dummen Person vorgetäuscht wird, um ihrer Erzählung die Glaubwürdigkeit zu nehmen, wird uns noch unten bei Nr. 407 beschäftigen; abgesehn von derartigen Kombinationen erscheint es noch mit Giufà verknüpft bei Pitrè, III, S. 378. Nachweisungen geben Köhler-Bolte in der ZVV, VI, S. 73, Clouston, Noodles, S. 154, Cosquin, II, S. 182, Note, Köhler, I, S. 340 und 342 und Chauvin, VI, S. 126; dazu wären noch zu nennen U. Jahn, Schwänke und Schnurren, S. 48 ff., Swynnerton, S. 180 (s. oben die Note zu Nr. 347), O’Connor, Folk Tales from Tibet, S. 33 ff., Ilg, II, S. 38 ff., James Bruyn Andrews, Contes ligures, S. 92 ff., eine brasilianische Erzählung, die Basset in der RTP, X, S. 499 mitteilt, Hazelius, Ur de nordiska folkens ‚ lif, S. 101 ff., zitiert im Archivio, II, S. 477 ff. usw. usw. Hierher gehört auch die bei Chauvin, VIII, S. 69 besprochene Novelle des Syntipas, wozu eine im Archivio, II, S. 479 aus dem Finnischen übersetzte Erzählung zu vergleichen ist. Alle diese Mittel, um ein Ausplaudern ungefährlich zu machen — an den zwei letztgenannten Stellen handelt es sich allerdings um einen andern Zweck — gemahnen an die List, die die ungetreue Frau anwendet, um den wachsamen Vogel, Papagei oder Elster, zu täuschen (vgl. darüber die Literaturnachweise bei Chauvin, VIII, S. 35 ff.); als eine Art Bindeglied könnte eine Erzählung bei Bütner, Von Claus Narren, S. 119 (aus derselben Quelle bei Zincgref-Weidner V, S. 174) gelten, wo der Vogel durch einen Narren ersetzt ist:
Ein Weib machte kundschafft mit eim andern Mann. Der Narr sahe es; die Fraw forchte, der Narr mochte sie verrathen, vnnd warff ein Säugfercklin auff jhn hinab in den Hofe. Der Narr meinet, es regnet Schweinlein, da ließ die fraw eins vmb das ander auff den Narren fallen. Vber eine zeit fraget der Ehemann: Sage mir, Heine, wie hat meine Fraw haußgehalten? Heine sprach: Sie lag bey einem andern Mann. Der Ehemann sprach: Fraw, du must sterben. Ach nein, sprach die Fraw, eilet nicht, Herr, fraget den Narren besser. Also fraget der Mann: Heine, wenn schlieff die Fraw bey einem andern? Heine antwortet: »Nechst war es, da sahe ichs, vnd am selben Tage regnet es viel junge Schweinlein.« Der Herr sprach: Hilff Gott, wie ist es ein ding, wenn mann einem Narren glaubet, vnnd den Rechten grund nit erfehret.
384. Stumme, Tunis, I, S. 79 und II, S. 132 ff.
Hammer, Rosenöl, II, S. 305 ff. nach dem Nuzhat al udaba, und dazu Basset im Keleti Szemle, I, S. 222, Nr. 8; s. weiter Chauvin, VIII, S. 49 ff.
385. Stumme, Tunis, I, S. 79 ff. und II, S. 133 ff.; vgl. oben Nr. 63.
386. Stumme, Tunis, I, S. 80 und II, S. 135.
S. die Anmerkung zu Nr. 277.
387. Stumme, Tunis, I, S. 81 und II, S. 136.
Hartmann, S. 59.