Heller in fremdes Geld geworfen: Hartmann in der ZVV, VI, S. 268; Pauli, Nr. 566; Montanus, S. 25 und 562; Chauvin, VII, S. 153.

388. Stumme, Tunis, I, S. 81 und II, S. 136 ff.

389. Stumme, Tunis, I, S. 81 und II, S. 137 ff.

390. Stumme, Tunis, I, S. 82 und II, S. 139 ff.

391. Stumme, Tunis, I, S. 82 ff. und II, S. 140.

Die letzten vier Stücke, zu denen eigentlich auch schon Nr. 387 gehört, sind Teile eines Unibosmärchens, übertragen auf Dschuha; dasselbe gilt von den Nummern 46 bis 50 der Fourberies, die deshalb weggeblieben sind, und von der Dschochigeschichte bei Lidzbarski, Geschichten und Lieder, S. 249 ff. Teilweise rudimentär begegnen uns einzelne Unibosmotive auch bei T. J. Bezemer, Volksdichtung aus Indonesien, Haag, 1904, S. 196 ff.: Streiche des Djonaha, des Batakschen Eulenspiegels ‚; wie Basset in der RTP, XX, S. 3 wohl richtigerweise annimmt, ist dieser Djonaha (sprich: Dschonaha) niemand anders als der arabische Dschoha, der dem Namen nach auch mit dem syrischen Dschochi identisch ist. Die türkische Überlieferung scheint das Unibosmärchen nicht zu kennen, und so dürfte auch die auf Nasreddin übertragene serbische Variante aus Bosnien, die in der Anthropophyteia, III, S. 366 ff. steht, auf europäische Einflüsse zurückzuführen sein.

Eine ausführliche Studie der in diesen Erzählungen zusammengefaßten Motivenreihen gibt Zenatti in der Einleitung zu seiner Ausgabe der Storia di Campriano contadino, Bologna, 1884 und reichliche Literaturnachweise bringen Lidzbarski, S. 249 und Köhler-Bolte in der ZVV, VI, S. 167; vgl. noch Köhler, I, S. 230 ff., III, S. 13 ff. u. ö., Rittershaus, S. 436 ff., Böhm, Lettische Schwänke, Nr. 19, 30 und 49 und S. 113, 118 und 121 ff. und Busch, Ut ôler Welt, S. 28 ff.

Interessant ist das letzte der oben genannten Stücke in den Fourberies ‚: Dscheha legt sich in ein Grab; als seine Gegner bei ihrer Ankunft hören, daß er tot sei, wollen sie ihm durch ein Loch im Grabe einen argen Schimpf antun, aber er brandmarkt sie auf ihre Hinterbacken. Durch diese Brandmale beweist er dann, daß sie seine Leibeigenen sind, und sie müssen sein Lebelang für ihn arbeiten. Diese Erzählung, die mit dem Schlusse der Geschichte des zweiten Strolchs, bei Henning, Tausend und eine Nacht, XXIII, S. 219 ff. (Chauvin, VII, S. 151 ff.) übereinstimmt, hat mit Ausnahme des zuletzt genannten Zuges, daß nämlich aus der Brandmarkung die Leibeigenschaft abgeleitet wird, wozu man Boltes Nachweise bei Armeno-Wetzel, Die Reise der Söhne Giaffers, Tübingen, 1895, S. 215 vergleiche, eine interessante Parallele in einer litauischen Überlieferung bei Veckenstedt, Sztukoris, S. 28 ff. In zwei andern litauischen Märchen (Schleicher, S. 44 ff. und 86) verstümmelt der vermeintliche Tote seine Widersacher, als sie ihn verunreinigen wollen, mit einem Messer und einer Schere; eine sehr große Ähnlichkeit hat damit eine Erzählung bei Socin und Stumme, Der arabische Dialekt der Houwara des Wad Sus in Marokko, Leipzig, 1894, S. 34 und 98, wo der Tote einem seiner Nachsteller, der riechen will, ob er schon stinke, mit einer Schere die Nase abschneidet. Vgl. dazu Köhler, I, S. 324. Zu dem sich tot stellenden Schuldner usw. vgl. Hartmann, S. 56, Bolte bei Wickram, S. 368 und unten die Noten zu Nr. 429.

III. Berberische Überlieferungen

392. Stumme, Tamazratt, S. 39 und 70, Nr. 24; Stumme, Tunis, I, S. 80 und II, S. 134 (hier wird der Esel, so wie in vielen Unibosmärchen von drei Leuten gemeinsam gekauft); Fourberies, Nr. 46 (ebenso und wirklich ein Teil eines Unibosmärchens); ebendort, Nr. 36 (an die Stelle des Esels treten hintereinander zwei Rinder); Anthropophyteia, V, S. 328 und 329 ff. (aus Bosnien und von Nasreddin; wegen des Anfanges dieser Erzählung s. oben die Anmerkung zu Nr. 277).