DSchoha war gerade beim Essen, als ein Bettler vor seiner Tür stehn blieb und sagte: »Muselmanen, Brüder!« Dschoha sagte: »Es soll keine Verwandtschaft unter ihnen gelten und sie sollen sich nicht aneinander mit Bitten wenden.2 « Der Bettler antwortete: »Hab Mitleid mit mir!« Dschoha sagte: »Eher brauchte ich dein Mitleid.« Der Bettler: »Höre mich doch an!« Dschoha: »Ich hätte dich angehört, wenn du dich an einen Lebenden gewandt hättest.« Der Bettler: »Wie weitschweifig sind deine Worte, und wie trügerisch deine Handlungen! Möge Gott deine Hoffnungen zu Schanden machen!«

355.

DSchoha brachte seiner Frau ein Stück Fleisch und fragte sie: »Was kann man daraus machen?« Sie antwortete: »Mit gutem Fleische lassen sich alle möglichen guten Sachen kochen.« »Gut,« sagte Dschoha, »koch mir alle möglichen guten Sachen.«

356.

DSchoha hatte einen Kamelhengst bestiegen; auf dem Wege warf ihn der ab und entwich. Dschoha verfolgte ihn, bis er ihn schließlich in einer Stadt einholte; und er sagte zu den Einwohnern der Stadt: »Habt ihr den Schuft gesehn, der mich hat umbringen wollen? Bringt den Metzger her, damit er den Verfluchten schlachte.« Der Metzger schlachtete das Kamel und Dschoha verteilte das Fleisch an die Einwohner der Stadt.

357.

EIner lud Dschoha zu Tische und sagte zu seiner Sklavin: »Bereite uns Feigen.« Aber sie vergaß es und er ebenso. Später sagte er zu Dschoha: »Lies uns einen Abschnitt aus dem Koran.« Dschoha willigte ein und begann: »Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen! Bei dem Ölbaume und dem Berge Sinaï ....«3 Der Gastgeber sagte: »Wo bleibt die Feige?« Dschoha antwortete: »Die habt ihr, du und deine Sklavin, seit Anbruch der Nacht vergessen.«

358.

DSchoha heiratete eine Frau, die schielte. Um die Essensstunde brachte er zwei Brote; sie sah vier. Dann brachte er eine Schüssel mit Speise; sie sah zwei und sagte zu ihm: »Was sollen wir mit zwei Schüsseln machen? eine ist genug.« Er sagte bei sich: »Was für eine ausgezeichnete Frau, die alles doppelt sieht!« Als er sich dann mit ihr zu Tische setzte, warf sie ihm die Schüssel an den Kopf und sagte: »Bin ich denn eine Dirne, daß du einen andern Mann zu mir führst?« »Liebste,« sagte Dschoha, »bitte, sieh alles doppelt, nur deinen Mann nicht!«

359.