DSchoha war bei einem großen Herrn zu Tische und es gab Nugat. Da fragte ihn einer: »Was ist das?« Er antwortete: »Ich weiß es nicht; aber ich habe sagen hören, das Bad sei eines der köstlichsten irdischen Dinge, und so denke ich, daß das ein Bad ist.«
360.
DSchoha sah auf dem Tische eines Geizigen ein Huhn, das niemand anrührte; man hatte es zugleich mit dem Kuskussu4 gebracht und nach dem Essen wurde es wieder zurückgetragen. Da sagte er: »Bei Gott, dieses Huhn hat nach seinem Tode ein längers Dasein als zu seinen Lebzeiten.«
361.
DSchoha aß bei einem großen Herrn; es gab eine Fleischpastete und die verschlang er mit vollem Munde. Einer sagte zu ihm: »Dschoha, iß nicht zu viel; wer sich daran übernimmt, muß sterben.« Er hielt einen Augenblick inne, dann klatschte er seine fünf Finger zusammen und sagte: »Nehmt euch meiner Familie an; ich befehle sie euch.«
362.
DSchoha traf einen Christen, der in der christlichen Fastenzeit Fleisch aß; da setzte er sich zu ihm, um an seinem Mahle teilzunehmen. Der Christ sagte zu ihm: »Dschoha, das Fleisch von Tieren, die wir geschlachtet haben, ist euch Muselmanen nicht erlaubt.« Dschoha antwortete: »Ich bin unter den Muselmanen das, was du unter den Christen bist.«
363.
DIe Frau Dschohas erzählt: Mein Geliebter hatte Lust nach einer Schüssel gedünstetes Fleisch, und ich verlangte die Sachen dazu von meinem Manne. Als alles nötige bereit war, kochte ich das Gericht und aß es mit meinem Geliebten und tat eine Gurke in den Topf. Mein Mann kam heim und ich setzte ihm diese vor; er kostete sie und sagte: »Das schmeckt ja wie eine Gurke.« Ich stellte sie noch einmal zu, bis sie eingetrocknet war. Er aß sie und ging weg. Mein Geliebter kam zum zweiten Male, aber er war noch kaum recht eingetreten, als ihn mein Mann ertappte; er packte ihn und steckte ihn in eine Truhe und verschloß sie. Dann ging er meine Verwandten holen. Sofort, als er draußen war, machte ich mich an das Schloß, öffnete es und ließ meinen Geliebten heraus. Unser Nachbar hatte einen Esel; den nahm ich und steckte ihn in die Truhe. Da trat auch schon mein Mann mit meinem Vater und meinem Bruder ein. Sie öffneten die Truhe und fanden einen Esel. Und sie sagten zu Dschoha: »Bist du närrisch?« Er sah mich an und sagte: »Dirne! du hast eine Gurke in Fleisch verwandelt; kein Wunder, daß du einen Menschen in einen Esel verwandelst.«
364.