DIe Frau Dschohas erzählt weiter: Eines Tages kam mein Mann nach Hause und mein Geliebter war da; ich versteckte ihn im Keller. Mein Mann brachte dreißig Eieräpfel mit und legte sie in den Keller. Mein Geliebter aß einen. Dann ging mein Mann die Äpfel zählen; mein Geliebter gab sie ihm einzeln, und er bildete sich ein, es sei seine eigene Hand, die sie ihm von innen reichte. Als er fand, daß einer fehlte, ging er hinein; da traf er meinen Geliebten. Er fragte ihn: »Wer bist du?« Und mein Geliebter antwortete: »Ich bin ein Eierapfel.« Nun sagte mein Mann zu mir: »Schau, was für ein Spitzbube der Händler ist! er hat mir den da für einen Apfel zugezählt, und dabei habe ich zu ihm gesagt: ›Welcher ists denn, wenn nicht der da, der den Korb so schwer macht?‹« Dann führte er ihn zu dem Apfelhändler und sagte zu ihm: »Hast du denn keine Furcht vor Gott? wie kannst du mir den zu den Äpfeln zuwägen?« Der Händler, der ein Schalk war, nahm meinen Geliebten beim Ohre und sagte zu ihm: »Wie oft habe ich dir schon gesagt: ›Bleib bei den Rüben und komme nicht immer unter die Eieräpfel!‹« Dann gab er meinem Manne an seiner statt einen Eierapfel.
365.
DSchoha erhielt von seinem Vater einen Dirhem, um dafür einen Hammelkopf zu kaufen. Er kaufte ihn, aß aber alles Fleisch herunter und brachte seinem Vater den nackten Schädel. Der Vater sagte: »Schuft, was ist das?« »Ein Hammelkopf.« »Wo sind die Ohren?« »Er war taub.« »Und die Zunge?« »Er war stumm.« »Und das Fleisch am Kopfe?« »Er war kahl.«
366.
EIner lud eines Tages Dschoha ein, um ihn zu hänseln, und als Dschoha zu Tische kam, war nur ein Brot da; Dschoha stand auf und lief eiligst weg. Der andere sagte: »Wohin denn, Dschoha?« Dschoha antwortete: »Ich werde am Opfertage wiederkommen; vielleicht gibts dann bei dir Fleisch.«
367.
DSchoha war gerade dabei, ein Huhn mit Brot zu essen, als einer bei ihm vorbeikam; der sagte zu ihm: »Gib mir ein Stückchen.« Aber Dschoha sagte: »Bei Gott, Bruder, das Huhn gehört nicht mir; es gehört meiner Frau und sie hat es mir gegeben, damit ich es esse.«
368.
DSchoha fragte einen Geizhals: »Warum lädst du mich nicht ein?« »Weil du große Bissen nimmst und sie gierig verschlingst; während du den einen ißt, bereitest du dir schon den andern vor.« »Aber Bruder,« entgegnete Dschoha, »möchtest du denn, daß ich jedesmal zwischen zwei Bissen zwei Kniebeugungen machte?«
369.