EInes Tages sagte Dschoha zu seiner Frau, als er mit ihr aß: »Nichts könnte lieblicher sein als diese Speise, wenn sie nur nicht so knapp wäre.« »Wieso denn knapp?« sagte sie; »wir sind doch allein, du und ich.« »Mir wäre es am liebsten,« sagte er, »wenn nur der Topf und ich dawären, und sonst niemand.«

370.

DSchohas Esel hatte sich verlaufen; da schwur Dschoha, ihn, wenn er ihn finden werde, für einen Dinar zu verkaufen. Als er ihn aber gefunden hatte, nahm er eine Katze, setzte sie dem Esel auf den Hals und führte beide Tiere auf den Markt und schrie: »Wer will einen Esel um einen Dinar und eine Katze um hundert Dinar? eines ohne das andere verkaufe ich aber nicht.«

371.

EInes Tages war Dschoha in dem neugebauten Hause eines Freundes; er setzte sich einen Augenblick nieder, bekam aber nichts zu essen. Da stand er auf und begann das Haus von einer Ecke zur andern mit seinem Fuße auszumessen. Der Eigentümer sagte: »Was machst du da, Dschoha?« »Ich will mir ein Haus bauen lassen wie dieses da; ein Haus, wo nichts zu trinken und nichts zu essen ist, muß ja leicht zu bauen sein.«

372.

DSchoha wollte für heilig gelten. Er wurde gefragt: »Wo sind deine Wunder?« und er sagte: »Ich werde einem Baume, gleichgültig welchem, befehlen, zu mir zu kommen, und er wird mir gehorchen.« »Sag es dem Palmbaum da.« »Komm,« sagte Dschoha; aber der Palmbaum rührte sich nicht, auch nicht, als er ihn dreimal angerufen hatte. Nun stand Dschoha auf; man fragte ihn: »Wohin, Dschoha?« Er sagte: »Die Propheten Gottes und die Heiligen kennen weder Hochmut, noch Verblendung; da der Palmbaum nicht zu mir kommt, werde ich zum Palmbaum gehn.«

373.

EInes Tages stieg Dschoha auf das Minaret der Moschee und rief zum Gebete; und er verwunderte sich über seine Stimme. Alsbald stieg er hinunter und begann hastig davonzulaufen. Man fragte ihn: »Wohin, Dschoha?« Und er antwortete: »Ich will wissen, bis wohin meine Stimme reicht.«

374.