Dasselbe wie bei Buadem, Nr. 20 (Serbisch, S. 58; Kroatisch, S. 34: Der betrunkene, vor dem sich alles dreht, wartet bis sein Haus kommt) erzählt Tewfik auch im 5. Monate, von Ein Jahr in Konstantinopel, (deutsch von Th. Menzel, Berlin, 1909 = Bd. 10 der Türkischen Bibliothek, S. 124); die Geschichte steht aber schon bei Kuka, S. 189, Nr. 103.
521.
Mit Buadem, Nr. 22 (Serbisch, S. 59, wo der in einen Brunnen gefallene um einen Strick laufen will, um sich herauszuziehen) hat viel Ähnlichkeit die 52. Facetie im Philogelos:
Σχολαστικὸς εἰς λάκκον πεσών, συνεχῶς ἐβόα ἀνακαλῶν ἑαυτῷ βοηθούς· ὡς δ’ οὐδεὶς ὑπήκουε, λέγει πρὸς ἑαυτόν· μωρός εἰμι, ἐὰν μὴ ἀνελθὼν πάντας μαστιγώσω, ἵνα οὕτω γοῦν μοι ὑπακούσωσι καὶ κλίμακα κομίσωσιν.
Bei Buadem scheint aber der Text doppelt verdorben zu sein (eine Ungereimtheit ist schon stillschweigend korrigiert worden); die Geschichte soll wohl ähnlich lauten wie folgende persische bei Kuka, S. 212:
A Kazwini’s23 son fell into a well. The Kazwini went to the well and said to the son: »Don’t go away till i return with a rope and take you out!«
522.
Zu der Nr. 25 (Serbisch, S. 59 ff.; Kroatisch, S. 36), wo Buadem einen Topf, der angeblich Gift, in Wirklichkeit aber Honig enthält, ausißt, vgl. meine Nachweise zu Morlinis 49. Novelle, S. 99 ff. und davon hauptsächlich Boltes Angaben bei Frey, S. 214, ferner Clouston, Noodles, S. 122.
523.
Die No. 27 (Serbisch, S. 60 ff.; Kroatisch, S. 37) erzählt: Als Buadem vom Sultan entweder mit einem Goldstücke oder mit einem Esel oder mit einigen Schafen oder mit einem Weingarten beschenkt werden soll, antwortet er, er wolle das Goldstück einstecken, auf den Esel steigen, die Schafe vor sich her treiben, in den Weingarten gehn und dort für den Sultan beten. Dazu vgl. man eine Erzählung von Abu Dulama, die bei Lidzbarski, S. 162, in asch Schirwanis Nafhat al jaman, (Ph. Wolff, Das Buch des Weisen, 2. Aufl., Stuttgart, 1839, II, S. 252 ff.) und bei Kuka, S. 181, Nr. 81 steht.