Dscheha kaufte zwei Eier und steckte geschickt in jedes ein Goldstück. Dann sagte er zu seinem Feinde: »Höre; ich will jetzt Frieden machen mit dir, und darum will ich dir einen guten Rat geben.«
»Wir werden sehn,« sagte der Händler; »sprich.«
Nun sagte ihm Dscheha ins Ohr: »Verkaufe diese Eier nicht; alle enthalten sie Goldstücke!«
»Pack dich,« schrie der Händler; »du lügst.«
»Ich lüge?« sagte Dscheha; »also gut: sieh her.« Und er schlug vor ihm die zwei Eier auf, die er gekauft hatte. Der Händler stand ganz verdutzt da, als er die zwei Goldstücke sah, die zum Vorscheine kamen. Dscheha las sie auf, schob sie in seine Tasche und ging heim.
Alsbald nahm der Händler seine Eier und schlug sie alle ohne Ausnahme auf. Goldstücke aber fand er nicht ein einziges, und er schrie: »Gott verderbe die Augen Si Dschehas, so wie ich alle meine Eier verdorben habe!«
410.
SI Dscheha hatte in einem Hause, das auch der Eigentümer bewohnte, eine Kammer gemietet. Er bezahlte nie die Miete und lärmte die ganze Nacht in seiner Kammer. Der Eigentümer, der dieses Lärms halber nicht schlafen konnte, sagte eines Tages zu ihm: »Warum verübst du allnächtlich einen solchen Lärm in deiner Kammer?«
»Mein Sohn,« antwortete Dscheha, »ich richte Schlangen ab, um sie den Aissawa6 zu verkaufen.«
»Du züchtest Schlangen in meinem Hause?« schrie der Eigentümer. »Gut also; du kannst jetzt ziehen. Die Miete schenke ich dir, aber räume das Haus noch heute.«