Merkwürdigerweise nirgends erwähnt finde ich die Fassung des Kathá Sarit Ságara, II, S. 77; weiter seien genannt die letzte Erzählung des Sackful of News, (Hazlitt, II, S. 187; dazu Clouston, Noodles, S. 97 ff.), Merkens, III, S. 142, Nr. 140, Böhm, Lettische Schwänke, S. 44 (dazu S. 117) und Frison, Contes et légendes de Basse-Bretagne, Nr. 66 in der RTP, XXII, S. 404 ff.

In vielen Überlieferungen klettert der oder die Dumme, oft auch ein Mann mit seiner dummen Frau, auf einen Baum; es kommen Diebe, die dort ihre Beute teilen wollen, und die suchen, als schließlich die Tür von oben auf sie herunterfällt, das Weite, indem sie alles zurücklassen. Zu dieser Art Erzählungen gehören auch die meisten der an den oben angeführten Stellen beigebrachten Varianten, wozu noch kommen F. M. Luzel, Contes populaires de Basse-Bretagne, Paris, 1887, III, S. 396 ff., P. Sébillot, Contes et légendes de la Haute-Bretagne, Nr. 96 in der RTP, XXIV, S. 142 ff., Pitrè, Novelle popolari toscane, S. 186 ff. (von Giucca matto) und S. 193, R. Forster, Fiabe popolari dalmate, Nr. 13 im Archivio, X, S. 313 ff., Ilg, II, S. 37 ff. und Merkens, I, S. 204 ff., Nr. 247; vergl. auch Archiv für slavische Philologie, XXII, S. 309. In dem Märchen, wozu Cosquin, I, S. 241 ff. die in Rede stehenden Züge bespricht, ist das Mitnehmen der Tür anders motiviert; ebenso bei J. Fleury, Litterature orale de la Basse-Normandie, S. 161 ff., bei Jacobs, English Fairy, Tales, S. 28 ff. (s. auch S. 231) und bei demselben, More English Fairy Tales, S. 10 ff. (s. auch S. 220 ff.). Eine Kuhhaut fällt auf die teilenden Diebe bei Luzel, III, S. 414 ff. und 427 ff. und bei Carnoy, Littérature orale de la Picardie, S. 192 ff. (s. Cosquin, II, S. 225 ff.); in den Folk Tales from Tibet, von W. F. O’Connor, S. 35 ff. genügt es, daß der auf dem Baume sitzende einen Anteil an der Beute verlangt, um die Diebe zur Flucht zu veranlassen. Ähnliche Geschichten bringen Cosquin, II, S. 108 ff., 112 ff. und 115, ferner Andrews, Contes ligures, S. 90 ff., Monnier, S. 238 ff. und Ilg, II, S. 5 ff. Zu dem Motive von der Verscheuchung der Diebe vgl. weiter die Nrn. 428 und 446.

346. Nawadir, S. 3 ( RTP, XVII, S. 36).

Die Geschichte stammt aus Bar-Hebraeus, dessen 615. Facetie (S. 154) lautet:

When another silly man was cracking an almond the kernel slipped away out his hands, and he said, »Glory be to Thee, O God, for even the kernel of the almond trieth to escape death.«

347. Nawadir, S. 4 ( RTP, XVII, S. 92 ff.).

Fourberies, S. 18 ff.; Hartmann, S. 50.

Diese Fassung des weitverbreiteten Motives von der Vertauschung eines Toten gegen einen Hammel stimmt so ziemlich mit Fourberies, Nr. 21 überein. Seine anscheinend älteste Form steht in der Sprichwörtersammlung Maidanis ( Arabum proverbia, I, S. 403) und ist in al Kaljubis Nawadir, übergegangen; sie lautet nach Bassets Übertragung in der RTP, XV, S. 41:

Man erzählt, daß Dschoha bei Tagesanbruch aus dem Vorraum seines Hauses gekommen und über einen Leichnam gestolpert ist, der dort lag; er warf ihn in einen Brunnen. Sein Vater zog den Toten, als er davon erfuhr, heraus und begrub ihn; dann erwürgte er einen Hammel und warf ihn in den Brunnen. Die Verwandten des Toten begannen die Straßen Kufas zu durchstreifen und nachzuforschen. Dschoha sah sie und sagte zu ihnen: »Der Leichnam ist in unserm Brunnen.« Sie gingen hin und ließen ihn hinabsteigen, damit er den Leichnam herauf bringe. Als er unten war, rief er: »Hatte der Tote Hörner?« Alle lachten und gingen weg.

Zu der arabischen Variante aus Tunis, die als Nr. 383 wiedergegeben ist, und zu ihrem augenscheinlich verdorbenen berberischen Gegenstücke, der Nr. 415, gibt es zahlreiche Parallelen, darunter, wie Basset bemerkt, noch eine Dschohageschichte bei Mornand, La vie arabe, Paris, 1856, S. 117, in die ebenso wie in die tunisische Erzählung das noch zu besprechende Motiv des Wurstregens verwoben ist, und eine von Abu Nuwas bei Pharaon, S. 182 ff.; von einem Ungenannten erzählt Rivière in dem Recueil de contes populaires de la Kabylie du Djurdjura, Paris, 1882 ff.: La tête d’un cheik,16.