Das Motiv ist wie so viele andere mit Dschoha verknüpfte nach Sizilien übergegangen; man vergleiche die als Nr. 430 mitgeteilte Giufàerzählung samt ihren Varianten. Sicherlich auch dem Volksmunde nacherzählt ist die 21. Novelle Morlinis (meine Ausgabe S. 82 ff.), die bei Straparola die 4. Novelle der 8. Nacht bildet.
Um den Leichnam eines jungen Mädchens, der mit einer Ziege vertauscht wird, handelt es sich in zwei Versionen, die Cosquin, II, S. 182 ff. zitiert, einer afghanischen bei Thorburn, Bannú or Our Afghan Frontier, London, 1876, S. 207 ff. und einer indischen bei Minaef, Indeiskija skasky, St. Petersburg, 1877, Nr. 15; hierher gehören noch Swynnerton, S. 178 ff. und P. Sébillot, Contes de la Haute-Bretagne, Nr. 45 in der RTP, XII, S. 51 ff. Vgl. noch Clouston, Noodles, S. 152 ff., Böhm, Lettische Schwänke, S. 44 ff. und 117, Sébillot in der RTP, VII, S. 704 und Chauvin, VI, S. 126.
In einem Märchen bei Cosquin, II, S. 317 ff. erzählt ein Mann seiner Frau, um sich zu vergewissern, ob sie ihn an den Galgen bringen würde, er habe seinen Gesellen getötet und ihn im Walde verscharrt; die Frau plaudert, und die Obrigkeit erfährt von der Sache, und als an dem Platze im Walde nachgegraben wird, findet man den Kadaver eines Schweines. Unter den vielen Varianten, die Cosquin anführt, sind mehrere, wo der Mann mit dieser Täuschung der Frau den Zweck verfolgt, die Richtigkeit der einen der ihm von seinem Vater erteilten drei Lehren zu erproben; dazu vgl. Mussafia, Über eine altfranzösische Handschrift der k. Universitätsbibliothek zu Pavia, Wien, 1870, S. 68 und Köhler, II, S. 402 ff. Dieser Zug, in dem ich eine Reminiszenz an das Dschohamotiv Maidanis usw. sehn möchte, findet sich auch in den zahllosen Bearbeitungen des Motivs von dem besten Freunde, dem Hunde, und dem ärgsten Feinde, der Gattin, wovon hier nur das 124. Kapitel der Gesta Romanorum, (in Österleys Ausgabe) und das 423. Stück von Paulis Schimpf und Ernst, genannt seien, und schließlich rudimentär auch in den Geschichten von der Freundesprobe, wozu Chauvin, IX, S. 15 ff. zu vergleichen ist.
348. Nawadir, S. 6 ( RTP, XVII, S. 94 ff.); Mardrus, S. 96 ff.; Fourberies, Nr. 4; Buadem, Nr. 100; Tréfái, Nr. 132; Serbisch, S. 87; Kroatisch, S. 58.
Vgl. Horn, S. 71, wo die Schnurre bei Zakani und in dem Mesnewi, von Dschelaleddin Rumi nachgewiesen wird; nach Dschami erzählt Clouston, Flowers, S. 80, nach dem Mesnewi, (zit. Ausg. S. 364 ff.) Kuka, S. 97 ff.
349. Nawadir, S. 6 ( RTP, XVII, S. 96); Buadem, Nr. 101; Serbisch, S. 87; Kroatisch, S. 56.
Über den Prangerritt der Ehebrecherin usw. vgl. man die 2. der pseudoplutarchischen Quaestiones graecae, (über die Ὀνοβάτις von Cumae), eine Stelle bei Stobaeus über die Pisidier, zitiert bei Alexander ab Alexandro, Geniales dies, Lugduni Batavorum, 1673, II, S. 862, Österley, Baitál Pachisi, Leipzig, 1873, S. 66 und Liebrecht, Zur Volkskunde, Heilbronn, 1879, S. 386 ff., 429 und 509.
350. Nawadir, S. 6 ( RTP, XVII, S. 148).
Seine Nachweisungen in den Fourberies, S. 21 hat Basset anläßlich der Übertragung dieser Erzählung ergänzt.
Vgl. auch mein Mönchslatein, S. 223 ff., Lee, The Decameron, S. 191 ff. und Ispirescu, S. 37 ( Magazin, XCVI, S. 580).