Der pfiff.
„Einem hochgeborenen Herrn, dem Schwiegersohn des Königs von England.“
Es bedurfte nur eines Schritts von Dighby, um Rusdorf auf den Tisch zu bringen neben eine Breischale.
Der Lord, Hut Stock Degen auf die Diele schmetternd, rückte sich den Stuhl zurecht, langte nach dem Krug, fragte schluckend den Rat: „Wie war das mit seinem Herrn. Es gefiel mir.“ Rusdorf beschwor ihn leise, mit einem gewissen vertraulichen Ton in der Stimme, er möchte doch Vernunft annehmen, ihre gemeinsamen Interessen bedenken, die Verwandtschaft ihres Herrn und alles; sie müßten sich persönlich verstehen lernen, da ihre Sachen Hand in Hand gingen. Dighby fragte, wessen das fast ausgetrunkene Weinglas sei; und zum maßlosen Entsetzen Rusdorfs rief der Lord nach dem Hausdiener, der sogleich eintrat, an der Tür stutzend stehen blieb. Wein wollte der Lord; für den Herrn oben auf dem Tisch ein neues Glas.
Rusdorf hatte nicht vermocht, vom Tisch herunterzusteigen; ein kleiner Blick Dighbys von unten hielt ihn fest. Jetzt saß er, die Augen mit den Händen verhüllend, da, stumm, während der Lord schmatzte schluckte, ihm kräftig zum Abschied die Schulter schlug.
Rusdorf erwähnte gegen Pavel diesen Besuch nicht. Er sah es kommen, wie Dighby mit dem Stock spielte, daß er Hiebe von ihm kriegte. Mit schmerzlichem Verständnis suchte er die Unerzogenheit und Wildheit Dighbys auf sich zu lenken, damit mit Pavel die Geschäfte von statten gingen; verteidigte öfter den Lord vor Pavel, Jugend hat keine Tugend.
„Wir waren nicht besser, als wir jung waren. Ich selbst, Pavel, in Altdorf, o jeh!“ Leckte sich zärtlich die Lippen.
Pavel saß allein an der Mittagstafel. Dighby herein: „Wo ist der andre?“
„Ich weiß nicht. Ich weiß, aber ich antworte nicht.“
Dighby öffnete stumm die Tür zur Nebenkammer: „Ruß! Ruß! Rusdorf!“