Johann Philipp Hußmann de Namedy, tausend Kürassiere.

Graf Ferdinand Nagaroll, elf Kompagnien.

Oberst Hebron, ein Arkebusierregiment, ein Dragonerregiment.

Herrmann Frank, der Däne, ehemaliger Mansfelder, ein Infanterieregiment.

Hans Friedrich von Stößel, sechs Kompagnien Arkebusierreiter.

Marquis de Boissy, sechs Kompagnien Arkebusiere.

Scharen über Scharen, unermeßliche, strömten dem Friedländer zu. In der Nähe von Pirnitz erschien der Kroatenführer Milli-Dragsi mit fünfhundert leichten Reitern.

Freiwillige Franzosen, vierhundert Mann, eine begeisterte kampfgierige Schar, setzten bei Lauenburg über den Rhein; in Rotten folgten andere.

Als die Ordnung unter dem Übermaß des Zudrangs zu springen drohte, wurde zum Generalwachtmeister ernannt: Lorenzo del Maestro, Hannibal von Schaumburg. Don Balthasar Marradas wurde Stellvertreter des Herzogs, sein Generaloberstleutnant und Feldmarschall.

Wie der Fürstbischof von Mainz, des alten sanften in das Grab gesunkenen Schweikhard Nachfolger, Friedrich von Greiffenklau, die Untaten des wütigen Lauenburgers auf seinem Stiftsboden sah, hatte er keine Freude mehr an Messelesen Falkenbeizen Würfeln. Finster kaute er an seinem Zorn. In seinen Jagdgründen erlegte er mit eigener Hand wildernde Pikeniere, das schaffte ihm eine kleine Ruhe. Sein Grimm labte sich an den brennenden kleinen Bauernhäusern, die den Wallensteinern über den Köpfen angezündet waren. Er ritt an der Spitze seiner geharnischten Leibgarde, segnete vor den drohend andringenden Knechten die Bauernhaufen. An der Tafel saß er abends mit seinen Äbten und Domherren, man löste ihm den Brustpanzer. Schmetternd sprach er, ließ seine schwarze Inbrunst rollen vor den samtenen händefaltenden sich sättigenden Frommen. Auf seinen Gütern! Auf dem Stiftsbesitz der heiligen Kirche! Freches Raubgesindel, vom Kaiser legitimiert! Den anderen weichen troffen die Lippen, sie lobten den Bischof; das Unrecht, das sie erlitten, blähte sie auf; das Rebenblut, das sie schluckten, feuerte ihr Herz. Draußen zogen die Bauern trübe in die Wälder, Kinder auf den Schultern, Gänse, Hühner auf Karren. Das Schreiben, das der Herr, des Heiligen Reiches Kanzler, an seinen benachbarten Freund, den Kölner Kurfürsten, richtete, besagte im Stolz des Rechtes, wenn nicht baldigst Abhilfe erfolge, so werde er auf Mittel bedacht sein, sich der unerträglichen Last mit der Tat zu erwehren. Als darauf die Kölner ihn sondierten, ob er nicht an den Kaiser schreiben wollte, schob er sie erregt beiseite; er wollte sich seine Wut, die ihn erfrischte, nicht durch einen Brief entreißen lassen. Der Kölner Ferdinand selbst, ein Bruder des bayrischen Maximilian, vexierte die Wallensteiner auf seine Weise; er hatte von Bestellungen gehört, die Wallensteinische Obersten in seinem Gebiet auf Rüstungsstücke gemacht; als Oberst Hebron nach seinen Kürassen forschte, stellte sich heraus, daß der Kölner Kurfürst sie hatte beschlagnahmen lassen. Da zappelten sie und schrien vor dem Wiener Kriegsrat.