Zurückgeworfen nach Wien konnte Gurland, der sich schwer erholte, der bedrückte einsilbige Meggau nur auf Liechtenstein und Michna, die nicht hoch gewertet wurden, und auf den Friedländer hinweisen.

Bei seinem Namen hob selbst Eggenberg, der zu dem böhmischen Unwesen geschwiegen hatte, abwehrend die Hände: „Sie haben ihn den Unmenschen zu Altorf auf der Universität geheißen. Welcher Praktiken sich der Oberst bedient, wissen die Herren.“

Eggenberg ließ sich zu der Frage hinreißen, ob die böhmische Fäulnis über alle Erblande verbreitet werden solle. Man werde einmal aufdecken müssen, wie die Herren vorgegangen seien und was sie an dem Kaiser gesündigt hätten, wenn sie auch titelgesegnet seien. Und Meggau stimmte traurig bei, es sei schmählich, ja scheußlich, diese Herren anzugehen.

Ungeduldig drängte der Abt, der beim Kopfschütteln blieb: „Gebt Rat, gebt Rat.“

Verbissen stand der sanfte Fürst Eggenberg auf; so wolle er lieber bei der Stadt Venedig betteln als bei dem von Wallenstein. „Wer wandert nach Venedig?“ lächelte der Abt mit unbeirrtem Ernst.

„Judäa wird Germanien heißen und nicht anders,“ wanderte der Fürst im Saal.

Abt Anton zuckte die Achseln.

Meggau sagte mitfühlend: „Er ist Euer Verwandter, Fürst Eggenberg, vielleicht haltet Ihr ihn im Zaume.“

„Er ist ein Bösewicht, in Böhmen hartgesotten, ich sage es den Herren und sie werden einmal daran gedenken; und wir legen uns alle in seine harten Hände. Er ist Katholik, aber nur er weiß, zu welchem Ende er zu dem wahren Glauben übergetreten ist. Er hat den Satan in sich, Ehrwürden; ich meine es beinahe nicht figürlich. Darum ist er wütend vor Tapferkeit, darum wirft er sein Geld hinaus, weil es doch wieder zu ihm zurückläuft. Darum ist er ohne Erbarmen, eine Furcht für alle, die ihn kennen.“

„Ihr seid sein Verwandter.“