Peinliches Stillschweigen. Strahlendorf: „Das Gefährliche der Vorgänge liegt in der Verbindung der katholischen mit den protestantischen Kurfürsten.“

Der Kaiser: „Sie kommen mir mit Dingen, an denen jeder Erwählte Römische Kaiser zu beißen hat. Das Reich führt Krieg, man gewährt ihm keine Mittel. Der Ächter Friedrich hat das Reich angegriffen, man hat mir keine Mittel zur Gegenwehr gestellt. Der Herzog nimmt, was mir zusteht. Sind Vergehen vorgefallen, werde ich Strafe vollziehen lassen.“

Trautmannsdorf: „Das Reich bequemt sich zur Ordnung. Es ist ein Unverstand, mit Sätzen zu kommen, wie: Kontributionen nur durch die Kreise. Daran scheitert der Krieg.“

Der Kaiser griff seitlich nach den beschriebenen Bogen, warf sie auf den Boden: „Sie wollen kaum ein Reich. Jammern zum Schein. Sie wollen das Reich nicht.“

Der junge Ferdinand: „Wozu aber wählen sie einen Kaiser?“

Der Kaiser: „Sie tun es noch heute und morgen. Eines Tages werden sie versuchen, es nicht zu tun.“

Leise Trautmannsdorf: „Der Herzog zu Friedland war vielleicht zu stark. Man empfehle ihm größere Behutsamkeit.“

Graf Strahlendorf begründete angesichts der Erbitterung Ferdinands vorsichtiger als sonst die Fürstenlibertät, warnte davor, den ganzen Reichskörper gegen das Oberhaupt sich einen zu lassen; es sei schon nicht mehr die Frage nach der Wahl des jungen Ferdinand, sondern nach dem Abfall aller Kurfürsten vom Reich; er glaubte, historisch kommen zu müssen, sprach vom Beispiel Karls des Dicken, Heinrichs des Vierten, Wenzeslaus.

Am Tisch sitzend mit bald gelangweiltem, bald drohendem Gesicht Ferdinand: „Ich habe nicht vor, den Herzog fortzuschicken. Man wird mich durch alle Treibereien nicht irre machen.“

Trautmannsdorf: „Danach ist ein Riß wahrscheinlich.“