40 = 5×8 Achtel im ⁴⁄₄-Takt.

Mit 40 Eindrücken, in 5 Einheiten zusammengefaßt, ist der Höhepunkt erreicht, und zwar bei geübten Versuchspersonen.

Tragen wir mit Takt und Betonung etwas verhältnismäßig Sinnvolles vor, so ist es auch Ungeübten möglich, mit ihrer Aufmerksamkeit sehr viel zu umspannen. Und vermuten läßt sich, daß es uns noch leichter fallen wird, wenn wir die 3 Hilfen: Takt, Betonung und etwas Sinn, nützen dürfen. Wie leicht fällt uns darum die Auffassung und Wiedergabe z. B. des Signals zum Sturm auf den Feind:

Wir erkennen also schon hieraus ein grundlegendes geistiges Gesetz: Getrennte Elemente vermag unser Bewußtsein nur wenige (6) aufzufassen. Je mehr aber gegliederter Zusammenhang herrscht, desto mehr vermag die Aufmerksamkeit zu umspannen und zu verarbeiten.

Abb. 4. Verlauf der Empfindungen und des Gefühls bei Einwirkung regelmäßiger Taktschläge (Nach Wundt.)

Das bringt uns auf die Frage, ob denn jene 6 getrennten Schalleindrücke im Geiste getrennt bleiben? Ist die Zeit von einem Taktschlag zum andern wirklich ganz leer? Nein! Eine aufmerksame Selbstbeobachtung schon zeigt uns, daß seelische Elemente ausfüllend und so verbindend wirken. Wenn wir aufmerksam auf etwas hören, haben wir leise Spannungsempfindungen und -gefühle am Trommelfell, das Augenzwinkern unterbleibt, dem Gesicht sieht man an, daß es gespannt ist, die Atmung wird für Augenblicke unterbunden, zum mindesten verflacht. In dieser Beherrschung so vieler Muskeln, mitunter des ganzen Körpers, zeigen sich uns Willensäußerungen; dazu haben wir deutlich die Gefühle und Empfindungen der Spannung, des Tätigseins, der Anstrengung. Das alles vor einem Taktschlag, hinterher stellt sich für Bruchteile einer Sekunde das Gefühl der Entspannung, der Lösung ein, um in Erwartung des nächsten Taktschlags wieder zum Gefühl der Spannung emporzuschnellen. Der Verlauf dieser Empfindungen und Gefühle bei Einwirkung regelmäßiger Taktschläge läßt sich etwa so veranschaulichen (s. [Abb. 4]). Punktiert sind die Empfindungen von den Taktschlägen 1 2 3 4 5.

Doch nicht nur Spannung und Lösung, noch zwei ganz andere Gefühlspaare können sich mit den bloßen Empfindungen verbinden: Lust und Unlust, Erregung und Beruhigung.