Roden [ernst]. Und dennoch gehört gerade das Vergeben zu den edelsten Vorrechten der Frau –

Frau Knute [ihn heftig unterbrechend]. Nicht –

Roden [sich verbeugend und zurückweichend]. Ich verstehe, gnädige Frau! Nicht unter den Kringhäuslern!

Hans Georg [traurig zu seiner Mutter]. Die Würfel sind gefallen!

Frau Pottenmiller [sie unter dem Arm nehmend und mit sich auf die Tür zur Linken führend]. Du hast verständig gehandelt, Schwester, sehr verständig.

Ada [ihr folgend]. Laß' ihn nur erst draußen einsehen lernen, welche Schätze er in der Heimat zurückgelassen, da wird er schon kürre werden. Eine Scheidung –

Frau Knute [ebenfalls der Schwester nacheilend und sie mit Gewalt fortziehend, als sie noch einmal auf den Sohn zurückblickt und zu zögern scheint]. Du hast endlich, wenn auch spät, die gewünschte mütterliche Autorität geltend werden lassen. Bravo!

Frau Hasselstein [zweifelnd, unter Tränen]. Glaubt – meint Ihr – ach, wenn er doch die Stelle am hiesigen Gymnasium angenommen und ein anderes Mädchen –

Frau Pottenmiller [scharf]. Er hat das Gute, die vielen Vorteile des Aufenthalts in einer wichtigen Stadt wie Kringhausen nie zu schätzen, zu würdigen verstanden!

Ada [hart]. Wein' nicht, Tante, sei stark! Klagen dienen niemand und Tränen führen zu nichts. [Sie gehen links ab, alle die anderen mit Ausnahme von Norry, Roden und Hasselstein folgen.]