Krickenfeld [erbittert]. Hier kann ein Mensch wahrlich nicht zu Wort kommen! Ich muß schon bitten!! Ich sagte also, daß die Frau unseres Medizinalrates – sie erwartet übrigens in Kürze das Fünfte –

Frau Knute [die Hände zusammenschlagend]. Du grundgütiger Himmel! Als ob wir nicht schon genug Mädchen in Kringhausen hätten und natürlich wird es wieder ein Mädchen sein!

Krickenfeld. Werde ich denn nie aussprechen dürfen? Ich sagte, so weit ich mich nach all diesen Unterbrechungen erinnern kann, daß man die Absicht hat einen Bazar zu veranstalten und von dem Erlös will man Herrn Professor Hasselstein in seiner Vaterstadt ein Monument errichten.

Alle [gerührt]. Aaaaaah! Ein Monument?

Roden [leise zu Norry]. Nein, hörst du, hier möchte ich buchstäblich nicht einmal aufgemalt sein wollen.

Hasselstein [weinend]. Alle, alle sind so gut gegen mich!

[Es schlägt zwölf Uhr. Alle springen erregt auf, greifen nach ihren Sachen und nehmen schleunigst Abschied.]

Frau Knute [küßt schnell Frau Hasselstein und winkt dann ihrem Manne]. Schon zwölf Uhr! Himmel! Mein Truthahn wird gewiß verkohlen – Sie kennen ja die Dienstboten, beste Frau Kommerzienrat.

Krickenfeld. Gar kein Verlaß auf dieses Gesindel. Sie bestehlen und betrügen, sie – [Beide Frauen führen das Gespräch weiter fort.]

Frau Pottenmiller [zärtlich]. Leb' wohl, liebste Schwester. Nimm' dir den Verlust nicht allzu sehr zu Herzen, erinnere dich, daß wir alle ihn mit dir teilen, hänge nicht deinen trüben Gedanken nach – diese Damen –