Zungrapp und Holzheim. Versteht sich, versteht sich, hochverehrte Frau Regierungsrat, wir werden uns der Armen schon annehmen. Wir kommen –
Hasselstein [fast hart ablehnend]. Nein, nein, meine Damen – wie soll ich an ein Kartenspiel – [sie wendet sich weinend ab].
Krickenfeld [herzukommend]. Aber so ein Tarockerl, beste Frau Oberst, das ist Seelenmedizin. Das zerstreut. [Alle nehmen Abschied, aber die Tarockdamen rufen noch zurück:] Wir kommen, wir kommen!
Holzheim [eilig]. Jetzt muß ich mich aber sputen was das Zeug hält. Wenn mein Mann nicht die Suppe auf dem Tische findet, wenn er heimkommt, so setzt es allemal ein Donnerwetter.
Frau Knute [den Kopf schüttelnd]. Alles ihre eigene Schuld, beste Frau Inspektor. Warum verhätscheln Sie ihn so? Ich habe mir den meinigen gleich zu Anfang erzogen.
[Alle sind endlich bei der Tür angelangt, man nimmt noch einmal einen sehr geräuschvollen Abschied, aber eine der Damen geht nach der anderen fort.]
Ada Brunnick [kalt]. Grüß' Gott, Tante! [Zu den anderen, besonders Frau Krickenfeld, indem sie ihren Mann am Arm faßt und mit sich zieht.] Man muß das Unmögliche begehren, damit man das Mögliche erreicht.
Zungrapp [noch einmal auf Fr. H. zukommend]. Meine teure, meine beklagenswerte Frau Oberst, nur Mut, nur Ruhe! Das Beileid unseres Landtsherrn muß Ihnen doch ein Trost – ein großer Trost sein.
Hermine [eher gedankenlos als böswillig]. Ach ja, uns allen ist sein Tod so ein Trost! [Sie folgt den anderen.]