für c) Selbstverständlich.

10. Der Druck zerfließt und wird klecksig.

Ursache: Zu nasses Druckpapier.

Abhilfe: Einen oder mehrere Tage mit den Druckversuchen aussetzen, bis das Papier unter der Presse etwas trockener geworden. Oder Einlegen von trockenem Filtrierpapier in den gefeuchteten Vorrat.

11. An flauen Flecken und blinden Stellen, deren Ursachen auf [S. 26, Z. 9] von oben, erläutert wurden, ist nicht der Abdruck, sondern das Radieren und Ätzen schuld. Eine

Abhilfe im eigentlichen Sinne kann meist nicht oder doch nicht mit befriedigendem Erfolg geschaffen werden. Für den Anfänger ist hier Abschleifen der Platte und Beginnen einer neuen Arbeit das Ratsamste; nur soll nicht vergessen werden, sich vorher noch einige scharfe reine Abzüge von der verdorbenen Platte zu nehmen, um solche Drucke als Anhaltspunkte für das weitere Arbeiten bereit zu haben.

Gelegentlich dieser Ausführungen sei nun Anlaß genommen, über das Abschleifen der Platte im folgenden Abschnitt eingehend zu sprechen.

8. Abschleifen der Platte.

Die erste Bearbeitung der Platte muß energisch eingeleitet werden, soll die ganze Prozedur nicht allzuviel Zeit in Anspruch nehmen. Bei kleineren Platten ist es am besten, wenn man die ganze Arbeit mit einer breiten Schlichtfeile von mittelfeinem Hieb abfeilt; das geht sehr rasch und schadet der Platte bei geschickter Hantierung nicht. Die Länge der Feile muß die Platte beträchtlich überragen, damit man sie bequem handhaben kann. Bei richtiger Führung der Feile ist eine vom Feilenhieb herrührende Riefung der Oberfläche des Kupfers nicht zu befürchten. Ätzungen auf größeren Platten würden zum Ausfeilen sehr langer Feilen bedürfen; hier arbeitet man besser mit dem Schabeisen. Man beschafft es sich, indem man wieder eine Dreikantfeile (siehe [Seite 67]) kauft und sie in der schon beschriebenen Weise vom Messerschmied schleifen läßt, jedoch nicht wie beim Polierstahl mit abgerundeten, sondern mit scharfen Kanten. Hohlschliff ist nicht notwendig, ebensowenig ein Polieren des Werkzeuges. Mit den Kanten dieses Instrumentes wird die Ätzung ausgeschabt, jedoch darf nicht vergessen werden, große glatte Stellen (z. B. die Luft und dergl.) auch zu bearbeiten, da sonst die Platte ungleich dick aus der Arbeit hervorgehen würde. Ist die letzte Spur der Striche von der Platte verschwunden, so wird die Arbeit des Schleifens mit Blaustein[6] begonnen. Es ist dies ein in jeder Werkzeughandlung erhältlicher Stein von prismatischer Form, die eine Fläche, mit der man arbeitet, muß absolut eben sein. Neue Steine erfüllen diese Forderung meist nicht, sie müssen erst auf einer anderen, harten Fläche ausgearbeitet werden. Beabsichtigt man im Anfang eine energischere Wirkung, so kann der Blaustein erst mit feinem Bimssteinpulver angewendet werden. Schleift man die Kupferplatte jedoch mit Bimsstein vor, so ist die separate Anschaffung von Bimssteinpulver überflüssig. Das Schleifen mit Bimsstein und Blaustein geschieht auf einem starken Brett mit reichlichem Zuguß von Wasser parallel den Kanten der Platte. Schließlich kommt der Blaustein allein zur Anwendung und die Glätte kann bis zu einem recht hohen Grade getrieben werden; dabei muß die Platte fleißig gespült werden, damit man das gänzliche Verschwinden sämtlicher Ritzen und Kratzer sicher beobachten kann. Der Blaustein wird seiner Längsachse parallel über die Platte geführt und zwar mit einer seiner beiden Breitseiten. Schließlich wird die Platte endgültig gespült und abgetrocknet.

[6] Am schnellsten geht diese Arbeit mit einem prismatischen Karborundstein von statten.