»Dank! Dank! Dir für diesen tröstlichen Zuspruch,« versetzte der Sterbende; »und nun reiche mir Deine Hand, die ich noch fühlen werde, wenn schon mein Auge Dich nicht mehr sehen kann, weil der herannahende Tod seine Sehkraft gelähmt hat; reiche mir Deine Hand und gib mir auch noch den Trost mit auf die große Reise, daß Du mir vergeben hast, was ich an Dir frevelte; dies wird mir den sonst so schweren Tod doch in Etwas erleichtern.«

»Sterben Sie meinetwegen in Frieden,« versetzte William, indem er seine Hand innig drückte, »und möge Gott Ihnen nicht mehr zürnen, als ich es thue.«

»Du bist ein guter Knabe;« war die gerührte Antwort des Sterbenden; »bleibe wie Du bist, werde immer besser und gedenke so lange Du lebst der Sterbestunde und der Verzweiflung eines sündhaften Menschen. Wenn Du kannst, so sage mir ein Gebet oder ein frommes Lied her, unter dem meine Seele hinüberschlummere in das bessere Jenseits.«

William besann sich einige Augenblicke auf ein passendes Gebet oder ein tröstendes Lied; endlich fiel ihm das herrliche Gedicht von einem großen deutschen Dichter, Klopstock, ein, welches so anfängt:

»Auferstehn, ja auferstehn

»Wirst Du

»Mein Staub nach kurzer Ruh!

»Unsterblich Leben

»Wird der Dich schuf

»Dir geben: