»Höre William, wenn es wahr ist, daß dein Gott die Melonen gemacht hat – und ich glaube es Dir, weil Du Kolbi noch niemals belogen hast – so will ich ihn auch lieb haben, lieber als den guten Geist Koyan, den wir anrufen, wenn wir in Noth sind oder etwas haben wollen; denn Koyan kann so gute Melonen nicht machen. Wenn meine Brüder diese Melonen schmeckten, und ich ihnen sagte: die hat der Gott der weißen Leute gemacht, so würden sie ihn auch lieben, wie ich ihn jetzt liebe.«
»Thue das,« versetzte William gerührt, »und danke ihm zugleich für die herrliche Gabe.«
»Kann er denn meinen Dank hören?« fragte Kolbi verwundert und sah sich fast ängstlich nach allen Seiten um, als fürchte er, Gott, zu erblicken.
»Wohl kann er das,« versetzte William.
»Er ist ja aber nicht da und ich sehe ihn nirgends?«
»Er ist unsichtbar, aber überall,« war die Antwort.
Das verstand Kolbi wieder nicht, selbst da nicht, als William ihn darauf aufmerksam machte, daß man in seinem Lande doch auch an einen guten und bösen Geist glaube, obgleich ihn keiner gesehen.
»O, die hat man wohl gesehen!« versetzte Kolbi.
»Sahst Du sie denn je?« fragte William.
»Nein, ich nicht, auch keiner meiner Brüder; aber die Zauberer sahen sie und sprachen mit ihnen,« versetzte Kolbi.