»Marwruscha, den Mantel!«
Da lief Ssergeij Ssergeijewitsch Lichutin, Leutnant des Gr. Göreischen, Seiner Majestät Regiment, blaß wie der Tod, doch ganz ruhig, mit ironischem Lächeln der graziösen Maske vor, schlug die Sporen aneinander und blieb ehrfurchtsvoll wartend, mit dem befohlenen Mantel in der Hand vor seiner Gattin stehen; mit noch größerer Ehrfurcht warf er ihr den Pelz um, riß weit die Flügeltür vor ihr auf, mit verbindlichem Lächeln mit der Hand nach außen zeigend, in die farblose Dunkelheit; und wie sie rauschend, mit hochgehobener Stirn, an dem ergebenen Diener vorbeischritt — schlug Ssergeij Ssergeijewitsch Lichutin nochmals die Sporen aneinander und machte wieder eine tiefe Verbeugung. Die dunkelfarbene Finsternis ergoß sich über sie — von allen Seiten ergoß sie sich: Lange, lange noch hörte man das Rauschen auf der Treppe, denn fiel unten die Tür zu; Ssergeij Ssergeijewitsch Lichutin aber kehrte in die Wohnung zurück und begann mit denselben übertriebenen scharfen Bewegungen überall die elektrischen Lichter zu löschen.
Das Verhängnisvolle
»Komm mit mir!« bedrängte eine Madame Pompadour Nikolai Apollonowitsch, und da er Madame Pompadour nicht erkannte, gab er nur unwillig den Arm; unmerklich spöttisch sah sie ihren roten Kavalier an, und mit zurückgeworfenem Kopfe legte sie eine Hand in seinen Arm, indessen die andere den Rocksaum aus hellblau flatterndem Duft hielt und ein reizvolles, silbernes Schuhchen hervorlugen ließ.
Und nun begann man zu tanzen:
Eins — zwei — drei — und die Taille bog sich, das Füßchen lugte hervor . . .
»Erkennst du mich?«
»Nein.«
»Du scheinst jemand zu suchen?«
Eins — zwei — drei — und wieder ein Wiegen der Taille wie ein Vorschieben des Füßchens.