An Apollon Apollonowitschs Ohr gelangte nur das Wort — Hühnchen.
Apollon Apollonowitsch haßte die Hühnchen, die mit weggeschnittenen Köpfen in den Basaren verkauft werden.
Der Brief
Nikolai Apollonowitsch befand sich in einem dunklen Traum, im dunkelsten Naßkalt der Straße, in das die Laterne hartnäckig einen rötlichen Fleck hineinzuleuchten bemüht war.
Nach ein paar Schritten bemerkte Nikolai Apollonowitsch mit Gleichmut, daß ihm die Beine fehlten; unordentlich patschten durch den Schmutz weiche Körperteile; vergeblich bemühte er sich, diese weichen Körperteile in gewünschter Richtung zu bewegen; sie weigerten sich, ihm zu gehorchen; sie hatten wohl äußerlich die Form von Beinen: aber Beine waren es nicht; unwillkürlich ließ sich Nikolai Apollonowitsch auf eine Stufe vor dem Nachbarhause nieder; so saß er, gehüllt in seinen Wintermantel, wohl eine Minute lang.
Das war ganz natürlich in seiner Lage (sein ganzes Benehmen war durchaus natürlich); ebenso natürlich war es, daß er den Mantel aufschlug, in den Taschen suchte und das Briefchen hervorzog; wieder und wieder las er es, bemüht, darin eine Spur von Scherz oder Spott zu entdecken; aber nichts davon gelang ihm . . .
»Eingedenk Ihres im Sommer gemachten Vorschlages teilen wir Ihnen mit, daß der Würfel nun auf Sie fiel. Sie haben unverzüglich an die Sache zu gehen — und« . . . hier konnte Nikolai Apollonowitsch nicht lesen, denn da stand der Name seines Vaters — doch weiter: »Das nötige Material in der Gestalt der Bombe mit dem Uhrmechanismus wurde Ihnen seinerzeit übergeben; Eile ist geboten; es ist erwünscht, daß die Angelegenheit schon in den nächsten Tagen erledigt ist . . .« Weiter folgte — die Parole: Nikolai Apollonowitsch kannte die Parole wie die Schrift gut. Es war die Schrift des »Unbekannten«. Er hatte schon öfters Briefe von dem »Unbekannten« erhalten.
Zweifel waren ausgeschlossen.
Nikolai Apollonowitsch bemühte sich, nicht zu denken, nicht zu verstehen: denken, verstehen . . . konnte man denn so etwas verstehen; das kam einfach und zwang und würgte . . . darüber denken hieß sich ins Wasser stürzen . . . Zu denken gab es da nichts, denn . . . das war . . . Na, wie war es nur zu bezeichnen? . . .